Deutschland Trikot mit Nr. 44 Verkauf gestoppt

Nummer 44 erinnert an SS-Runen: DFB und Adidas stoppen Online-Verkauf

Adidas und der Deutsche Fußball-Bund haben die Entscheidung getroffen, den Verkauf des aktuellen DFB Trikots mit der Nummer 44 einzustellen. Die Gestaltung der Zahlenfolge auf dem Trikot rief Kritik hervor, da sie an die Symbole der Nazi Schutzstaffel (SS) erinnerte. Dies betrifft sowohl Trikots mit der Nummer 4 als auch solche mit Doppelnummer 44.

Update 8.4.: Nach Kritik hat der Deutsche Fußball-Bund das Design der Trikotnummer 4 geändert. In Linz, Österreich, wurde als Reaktion auf die negative Resonanz die Rückennummer 4 auf den Nationalmannschaftstrikots überarbeitet. Während des EM-Qualifikationsspiels der Frauen gegen Österreich (3:2) präsentierte die in der Halbzeit eingewechselte Debütantin Bibiane Schulze Solano erstmals das überarbeitete Design.

Die neue DFB Trikotnummer 4 sieht nun so aus:

Die neue DFB Trikotnummer 4 sieht nun so aus:
Die neue DFB Trikotnummer 4 sieht nun so aus:

Jonathan Tah, Abwehrspieler aus Leverkusen, trägt das DFB-Trikot mit der Nummer 4, dessen Design jetzt überarbeitet wird. Die Personalisierungsmöglichkeit auf der Adidas-Website, die es Käufern ermöglichte, eigene Namen und Nummern zu wählen, wurde vorübergehend ausgesetzt. Zusätzlich hat der DFB den Versand der Trikots mit der Nummer 44 gestoppt.

Das neue DFB Auswärtstrikot, das für seine ungewöhnliche pinke Farbgebung Aufmerksamkeit erregte, ist ebenfalls Gegenstand intensiver Diskussionen.

Verteidiger Antonio Rüdiger (Nr. 02) im neuen DFB Awaytrikot in pink feiert nach dem Sieg im Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am 26. März 2024 in Frankfurt, Westdeutschland. (Foto: INA FASSBENDER / AFP)
Verteidiger Antonio Rüdiger (Nr. 02) im neuen DFB Awaytrikot in pink feiert nach dem Sieg im Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am 26. März 2024 in Frankfurt, Westdeutschland. (Foto: INA FASSBENDER / AFP)

Kritik in sozialen Medien

Eine Zahlen- und Namenskombination hat in sozialen Netzwerken für Diskussion gesorgt. Akteure aus verschiedenen Bereichen haben sich an dieser Debatte beteiligt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), in Zusammenarbeit mit seinem Partner 11teamsports, erklärte, dass die Trikotpersonalisierung auf die Aufmerksamkeit zurückzuführen sei, wie eine Aussage von einem Adidas-Sprecher bestätigte.

Der DFB strebt ein neues Design für die Ziffer 4 an und überprüft derzeit alle Ziffern von 0 bis 9. Die Ziffernsequenzen 1 bis 26 werden für die UEFA eingereicht. Während des EM-Testspiels gegen die Niederlande präsentierte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das neue Trikotdesign und erreichte einen 2:1 Sieg.

Bei der Personalisierung der Trikots hat der DFB bestimmte Namen ausgeschlossen, die einen Bezug zum Nationalsozialismus aufweisen könnten. Zusammen mit Adidas betont der DFB, dass solche Personalisierungen nicht unterstützt werden und appelliert an die Auswahl anderer Personalisierungsoptionen.

Das neue EM Trikot von Jonathan Tah
Das neue EM Trikot von Jonathan Tah

Adidas bestreitet Absicht

Adidas hat offiziell jegliche Unterstellungen hinsichtlich ihrer Absichten zurückgewiesen. Jürgen Brüggen, Sprecher des Unternehmens, betonte das Bekenntnis von Adidas zu Diversität und Inklusion. Das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter aus 100 verschiedenen Ländern und setzt sich aktiv gegen Diskriminierung in jeglicher Form ein, einschließlich Rassismus, Antisemitismus und Hass.

Die Grundsätze der Marke stehen konsequent für den Ausschluss von Fremdenfeindlichkeit und ein aktives Eintreten gegen Antisemitismus, um eine Atmosphäre der Vielfalt zu schaffen und zu bewahren. Diese Wertevorstellung wird auch durch die jüngste Präsentation des neuen Trikots unterstrichen, das im Vorfeld der Testspiele gegen Frankreich und die Niederlande vorgestellt wurde und allgemein positiv aufgenommen wurde.

Bei der Entwicklung des DFB-Teams unter Führung des Bundestrainers Julian Nagelsmann und mit zentralen Spielern wie Toni Kroos sind diese Prinzipien stets präsent. Die Förderung von Vielfalt zeigt sich nicht nur im Management des Unternehmens, sondern auch in der Zusammensetzung und Führung der Mannschaften, mit denen Adidas zusammenarbeitet.

Nils Römeling, ein renommierter Autor im Bereich des Fußballs, dessen Expertise als Betreiber von reichweitenstarken Fußballwebseiten und als Reporter bei Welt- und Europameisterschaften bekannt ist, hat diese Entwicklungen aufmerksam verfolgt. Römeling, der auch Freude dabei findet, Spiele des FC Augsburg live zu erleben, gibt Einblicke in die neuesten Nachrichten rund um die deutsche Nationalmannschaft, die Bundesliga, internationalen Fußball und den Frauenfußball.

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