Fußball-WM 2026: USA lockern Visabestimmungen für einige Länder

Die USA lockern im Vorfeld der Fußball-WM im Sommer ihre umstrittenen Visabestimmungen für bestimmte Besuchergruppen. Das Außenministerium teilte am Mittwoch mit, dass für WM-Teilnehmer und ausgewählte Fans keine Kautionszahlungen mehr fällig werden. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Regierung von Donald Trump mit harten Einreiseauflagen und verschärfter Migrationspolitik für Kritik sorgt.

Fans und Gäste in den neuen Puma-Trikots der ghanaischen Nationalmannschaft beim offiziellen WM-2026-Trikot-Launch-Event in New York am 19. März 2026. (Copyright Puma)
Fans und Gäste in den neuen Puma-Trikots der ghanaischen Nationalmannschaft beim offiziellen WM-2026-Trikot-Launch-Event in New York am 19. März 2026. (Copyright Puma)

Ausnahme für Teams und Fans mit Tickets

Bislang hatte Washington von Antragstellern aus 50 Entwicklungsländern verlangt, für ein US-Visum zwischen 5000 und 15.000 Dollar zu hinterlegen – erst nach der Ausreise wäre das Geld zurückgezahlt worden. Von der neuen Ausnahmeregelung profitieren nun nach Angaben des State Department nicht nur die offiziellen Delegationen der teilnehmenden Nationen, sondern auch Fans aus qualifizierten Ländern, sofern sie bereits Eintrittskarten besitzen und sich in einem speziellen Prioritätssystem für Visa registriert haben.

„Wir bleiben dem Ziel verpflichtet, die nationalen Sicherheitsprioritäten der USA zu stärken und gleichzeitig legitime Reisen für das bevorstehende WM-Turnier zu ermöglichen“, sagte Mora Namdar, die im Außenministerium für konsularische Angelegenheiten zuständig ist. Die Trump-Regierung wolle die „größte und beste FIFA-WM der Geschichte“ ausrichten.

Strenge Auflagen bleiben für viele Länder bestehen

Unter den Ländern, deren Staatsangehörige grundsätzlich von den Visabürgschaften betroffen sind, befinden sich mit Algerien, Kap Verde, der Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire), Senegal und Tunesien gleich fünf WM-Teilnehmer. Für andere qualifizierte Nationen gelten weiterhin noch härtere Regeln: Haiti und Iran unterliegen nahezu vollständigen Einreiseverboten in die USA. Zudem wird auch bei Besuchern aus westlichen Partnerstaaten deutlich schärfer kontrolliert, sie müssen den US-Behörden Zugang zu ihren Social-Media-Inhalten gewähren.

Eine Studie der Mendoza Law Firm kommt zu dem Schluss, dass Haiti seine WM-Spiele praktisch ohne mitreisende Fans bestreiten dürfte. In den fünf von den Kautionen betroffenen Teilnehmerländern entspricht die geforderte Summe von 15.000 Dollar im Schnitt dem Einkommen von drei Jahren.