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Fußball WM 2022

Die FIFA Fußball WM 2022

Die Fußballweltmeisterschaft wird 2022 in dem Wüstenstaat Katar (arabisch Qatar) stattfinden und ist somit die erste WM, die in einem arabischen Staat ausgetragen wird. Dieser Umstand bringt für dieses Großereignis einige Neuerungen und gleichzeitig große Kritik und Unverständnis von verschiedenen Seiten mit sich: während die WM normalerweise in den Sommermonaten stattfindet, wird sie im Jahr 2022 aufgrund der großen Hitze in Katar nun auf die Wintermonaten verschoben. Das Endspiel findet am 18. Dezember 2022 statt. Neben dem Klima möchte das muslimische Land auch ein Alkoholverbot an allen öffentlichen Plätzen durchsetzen, das bei dem Großteil der Fußballfans auf wenig Begeisterung stößt.

Der Emir von Qatar Sheikh Hamad bin Khalifa Al-Thani (L), mit Fifa President Joseph Blatter (C) und Russlands Außenminister Igor Shuvalov am 2.December 2010 in Zürich. AFP PHOTO / PHILIPPE DESMAZES
Der Emir von Qatar Sheikh Hamad bin Khalifa Al-Thani (L), mit Fifa President Joseph Blatter (C) und Russlands Außenminister Igor Shuvalov am 2.December 2010 in Zürich. AFP PHOTO / PHILIPPE DESMAZES

Mehr Infos zur Fußball WM 2022: fussballwm2022.com

Katar als Gastgeber

Als ein Land mit nur geringer fußballerischer Tradition verwunderte die Vergabe der WM für das Jahr 2022 zunächst; mit Platz 113 auf der FIFA-Weltrangliste liegt Katar doch eher im hinteren Bereich, obwohl Fußball die beliebteste Sportart in Katar sein soll. Doch die Vergabe der WM-Ausrichtung an Katar setzt auch ein Zeichen, dass auch kleine Nationen die Chance bekommen mit den großen mitzuhalten – und diese vielleicht im Endeffekt überraschen.

Auf der arabischen Halbinsel herrscht ganzjährlich ein subtropisch heißes Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von 85% – eine Herausforderung für den Großteil der Profi-Fußballer. Dennoch will die Halsinsel, mit knapp über 2 Millionen Einwohnern und dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt beweisen, dass es die beste WM aller Zeiten ausrichten wird und liegt fünf Jahre vor dem Turnier mit den Vorbereitungen sogar vor dem Zeitplan. Die acht geplanten Spielstätten sollen allesamt hochmodern, höchst komfortabel und sogar klimatisiert sein. Die einzelnen Stadien sind alle an ein Stadtbahnsystem (Light Railway System) angeschlossen, um in möglichst kurzer Zeit zwischen den Standorten hin- und herfahren zu können.

Katar - vor allem bekannt durch die staatliche Fluglinie Qatar Airways (Foto: eigenes Archiv)
Katar – vor allem bekannt durch die staatliche Fluglinie Qatar Airways (Foto: eigenes Archiv)

Die 32 Teilnehmer und ihre Qualifikation

Bei der WM 2022 werden 32 verschiedene Mannschaften teilnehmen. Die Verteilung der Startplätze pro Kontinent bleibt folgendermaßen bestehen: Afrika (CAF) mit 5, Asien und Australien (AFC) mit 4,5, Europa (UEFA) mit 13, Nord-, Mittelamerika und Karibik (CONCACAF) mit 3,5, Ozeanien (OFC) mit 0,5, Südamerika (CONMEBOL) mit 4,5 und Katar (Asien) mit 1 Startplatz. Die Verteilung der halben Sitzplätze entscheidet sich im Rahmen der interkontinentalen Entscheidungsspiele.

Innerhalb der Kontinentalverbände werden die Startplätze durch Qualifikationsturniere vergeben. Interkontinentale Entscheidungsspiele werden ebenfalls stattfinden. Katar als Gastgeberland ist als einziges von vornhinein qualifiziert. Seit 2002 ist der Titelverteidiger nicht mehr automatisch mitqualifiziert, sondern nimmt ebenfalls wie die anderen Länder auch an den Qualifikationsturnieren statt.

Die Qualifikationsteilnehmer pro Kontinent für die Startplätze 2022 stehen aktuell noch nicht sicher fest; dies entscheidet sich voraussichtlich zwischen 2019 und 2021. Für die WM 2018 gibt es für Europa (13 Startplätze) 54 Qualifikationsteilnehmer plus den Gastgebersitz Russland.
Der Spielmodus

Vorrunden und Qualifikationsspiele

Die UEFA darf genau dreizehn Teilnehmer zur Fußball-WM 2022 nach Katar schicken. Die WM-Qualifikationsspiele werden 2020 nach der EM beginnen und entscheiden über die Teilnahme an den Weltmeisterschaften. In der Regel werden die Mannschaften in mehrere Gruppen eingeteilt, wobei die Gruppensieger direkt für die Weltmeisterschaft qualifiziert sind. Die Besetzung der restlichen Startplätze von Europa wird aus den besten Gruppenzweiten in Playoffs entschieden.

Spielplan WM 2022 in Katar

Die Verlegung der Fußball-WM 2022 von den Sommer- auf die Wintermonate führte zu einigen Problemen den üblichen Zeitplan aufrecht zu erhalten. In Folge darauf wurde die WM 2022 von 32 auf 28 Tage gekürzt, wobei das Endspiel auf den 18. Dezember, der gleichzeitig der vierte Advent ist, fällt. Gleichzeitig ist an diesem Tag der Nationalfeiertag Katars. Die Eröffnung findet voraussichtlich am 20.November 2022 statt.

Das deutsche Trainerteam wird man bei der WM 2022 wohl kaum mehr so sehen: Joachim Löw, Thomas Schneider und Andreas Koepke. AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL
Das deutsche Trainerteam wird man bei der WM 2022 wohl kaum mehr so sehen: Joachim Löw, Thomas Schneider und Andreas Koepke. AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL

Kritik: Katar als kritisch gesehenes Gastgeberland

Seitdem bekannt ist, dass Katar als Gastgeber für die Fußballweltmeisterschaften 2022 ausgewählt worden ist, wurde von verschiedenen Seiten Kritik laut, dass diese Entscheidung aufgrund verschiedener Aspekte, wie zum Beispiel Korruption, rückgängig gemacht werden sollte. Inzwischen steht der Entschluss jedoch fest und Katar bleibt Austragungsort der WM 2022.

Korruption und Intransparenz

Die Bekanntmachung, dass ein Verdacht auf Korruption und Intransparenz bei der Abstimmung zur WM 2022 besteht, ließ die Anzahl der Kritiker wachsen. Länder wie Tahiti und Nigeria sollen ihre Stimmen für die WM-Vergabe offen zum Verkauf angeboten haben. Gleichzeitig sollen mehrere Millionen Dollar gezahlt worden sein, um Katar bei der Abstimmung nach vorn zu bringen.

Kultur und Religion

In Katar, einem der reichsten Länder der Welt, ist der Islam Staatsreligion. Es herrschen streng islamistische Ansichtsweisen, die in den westlichen Kulturen eher kritisch betrachtet werden. Bis heute ist in dem arabischen Land die Todesstrafe erlaubt, Frauen werden benachteiligt und Homosexualität steht unter Strafe. Dies führt zu offenen Kritikanstößen in den liberaleren westlichen Staaten; für homosexuelle Fußballfans ein nahezu unüberwindbares Hindernis, bei der WM 2022 live dabei zu sein, was der proklamierten Weltoffenheit des Fußballs widerspricht.

Besonders das Bekanntwerden, dass während der WM das Trinken von Alkohol an öffentlichen Plätzen strengstens verboten werden soll, dämpft aktuell die Vorfreunde vieler Fußball-Fans. Aufgrund lautwerdender Proteste überlegt sich die Regierung von Katar nun durch die Einrichtung von sogenannten Fan-Zonen, in denen der Genuss von Alkohol erlaubt ist, die trink- und feierfreudigen Besucher zu beruhigen.

Der Verdacht, dass Katar seit Jahren durch großzügige Spenden islamistische und terroristische Organisationen in verschiedenen Ländern, unter anderem den IS in Syrien, finanziell fördert, lässt sich ebenfalls nur schwer ignorieren. Obwohl Katar die Unterstützung des IS bis heute offiziell bestreitet, bestehen von vielen Seiten deutliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Golfemirats.

Menschenrechte

Besonders im Rahmen der WM-Berichterstattung werden seit einigen Jahren immer wieder Beschwerden Seitens verschiedener Menschenrechtsorganisationen laut, dass menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der Stadien in Katar herrschen. Die Arbeiter müssen bei 50° Celsius, wenig Nahrung und Trinkwasser und nahezu fehlendem Arbeitsschutz ohne ausreichend medizinische Versorgung arbeiten. Es kommt regelmäßig zu Todesfällen der Gastarbeiter aufgrund von Arbeitsunfällen und Herzversagen, die Löhne werden verspätet oder gar nicht ausgezahlt und es wird über Fälle von Zwangsarbeit berichtet. Diese Vorwürfe stellen Katar als WM-Gastgeberland in ein schlechtes Licht.

Aufgrund all der Kritik versucht Katar aktuell durch neue Arbeitsgesetze die Bedingungen für die Arbeiter auf den Baustellen der WM-Stadien zu verbessern.

WM-Ausrichtung als Chance

Auf der anderen Seite jedoch stellt die Austragung dieses weltpolitischen Großereignisses eine immense Chance für Katar dar. Durch das große (Gesamt-)Investitionsvolumen von 50 Milliarden US-Dollar, das im Rahmen der WM in das Land hineingesteckt wird, profitiert Katar unter anderem besonders auch durch die infrastrukturellen und baulichen Entwicklungen im Emirat. Gleichzeitig soll ein Zeichen gesetzt werden, dass die Welt des Fußballes der Vielfalt geöffnet wird und der Sport Menschen mit unterschiedlichen religiösen und auch kulturellen Hintergründen vereinen kann.

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