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Fußball WM 2026

Die FIFA WM 2026 – Größer als je zuvor

Wie schon einige Zeit bekannt ist, soll nach der Winter-WM 2022 in Katar das darauffolgende Turnier wieder wie gewohnt im Sommer, genauer gesagt im Juni/Juli 2026, stattfinden. Jedoch scheint nach den Vorwürfen über Korruption bei der Vergabe der kommenden zwei Turniere nach Russland und Katar der reibungslose und planvolle Organisationsablauf für 2026 ordentlich ins Stocken geraten zu sein. Ursprünglich wollte man seitens der FIFA schon im kommenden Mai über die Vergabe entscheiden, indes ist noch nicht einmal ein Zeitfenster für Bewerbungen bekanntgegeben worden. Aktuell einigte man sich am 10.01.2017 beim FIFA-Council in Zürich einstimmig über die von Präsident Infantino versprochene, aber nicht nur beim DFB sehr ungeliebte Vergrößerung der WM-Endrunde ab 2026 von 32 auf insgesamt 48 Teams.

Weltmeister 2014 Deutschland - auch wieder bei der WM 2026 der Favorit? (Foto AFP)
Weltmeister 2014 Deutschland – auch wieder bei der WM 2026 der Favorit? (Foto AFP)

Kein Mangel an Gastgeber-Kandidaten

Obwohl noch keine offiziellen Bewerbungen vorliegen, haben bereits mehrere Verbände ihr Interesse an einer Austragung bekundet.

Da der katarische Fußballverband zum asiatischen Kontinentalverband AFC gehört, darf die WM 2026 nicht von einem AFC-Mitglied ausgetragen werden. Dieser Umstand dürfte vor allem Interessenten wie China sauer aufstoßen, allerdings wäre so auch die geplante Gemeinschaftsbewerbung von Australien und Neuseeland wenig erfolgsversprechend. Neuseeland gehört zwar dem ozeanischen Kontinentalverband OFC, Australien wiederum aber der AFC an.

Auf amerikanischer Seite haben Kanada, die USA und Mexiko jeweils einzeln, sowie die Andenstaaten Peru, Kolumbien und Ecuador ihr gemeinsames Interesse an einer Austragung angemeldet. Weitere Kandidaten könnten England, Marokko und Kasachstan sein. Eine dritte Gemeinschaftsbewerbung könnte aus Nordafrika stammen. Die Verbände von Algerien und Tunesien erwägen ebenfalls eine Bewerbung um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2026.

Erstmals soll bei der Vergabe einer WM auch die Menschenrechtssituation des/der jeweiligen Bewerber in den Entscheidungsprozess mit einfließen. Die FIFA will sich in dieser Frage von einschlägigen UN-Experten beraten lassen.

Der Vorrunden-Spielmodus im Wandel der Zeit

Der Austragungsmodus der Vorrunde hat sich seit Beginn der Weltmeisterschaften 1930 in vielerlei Hinsicht immer wieder verändert. Beispielsweise war es während der ersten 20 Jahre WM-Geschichte üblich, unterschiedliche Gruppengrößen zusammenzustellen. In Brasilien 1950 gab es denn insgesamt zwar vier Gruppen, allerdings bestanden nur zwei Gruppen aus vier, die anderen beiden aus je drei bzw. zwei Teams. Danach setzte man über 70 Jahre lang (!) auf 4er-Gruppen.

WM-TurniereWM-Teilnehmer
1930-195013
1954-197816
1982-199424
1998-202232
ab 202648

Dennoch stieg die Anzahl der Teilnehmer mit dem Wachstum der FIFA stetig an, vor allem über die Anzahl der jeweiligen 4er-Gruppen. Erstmals 1954 setzte man seitens der FIFA bei der WM in der Schweiz auf 16 statt vorher 13 Teams. Noch einmal acht Mannschaften kamen bei der WM 1982 in Spanien dazu. Ein letztes Mal wurde 1998 in Frankreich aufgestockt. Seitdem nehmen 32 Teams aller 6 Kontinentalverbände bei den Weltmeisterschaften teil, zumindest bis einschließlich 2022 in Katar. Für die Zeit danach ist die Aufstockung auf 48 Nationalteams beschlossene Sache.

16 Gruppen (vermutlich A bis P) à drei Teams werden künftig im Kampf um den FIFA-WM-Pokal gegeneinander antreten, wobei den Entscheidern wichtig war, das Turnier nicht maßlos wachsen zu lassen. Durch die kleineren Gruppen muss jedes Team in der „abgespeckten“ Vorrunde nur zwei Partien bestehen, somit bleibt die Gesamtzahl an Vorrundenspielen gleich. Hinzu kommt stattdessen ein 16tel-Finale, für das sich automatisch alle Erst- und Zweitplatzierten einer Gruppe qualifizieren sollen und ab welchem automatisch die K.o.-Runde beginnt. Möglicherweise wird es aufgrund dessen nötig sein, Remis in den Vorrundenspielen zu verhindern, etwa durch Ermittlung eines Siegers durch Elfmeterschießen. Ob und wie diesem Umstand Sorge getragen werden soll, ließ Gianni Infantino Anfang Januar noch offen.

Daraus ergeben sich für die drei besten Mannschaften maximal 7 Spiele bis zum Finale (bzw. Spiel um Platz 3), genauso wie bisher. Die WM wird weiterhin, so kürzlich der FIFA-Präsident in Zürich, 32 Tage dauern und in 12 Stadien stattfinden können. Also fast alles, wie gewohnt…

Fragt sich eigentlich nur noch, welche Veränderungen die FIFA zu ihrem 100.Geburtstag, der WM im Jahr 2030 plant. Man darf gespannt sein.

K.o.-Runde

Im Gegensatz zur Vorrunde gibt es für die K.o.-Runde kaum Veränderungen ab dem Jahr 2026. Lediglich die Tatsache, dass 32 Teams sich in den 16tel-Finalen messen können, ist eine neuerliche Besonderheit. Also exakt die Anzahl an Nationalmannschaften, die bisher zur WM zugelassen wurde, erreicht die K.o.-Runde ab 2026. Der spannende Rest bleibt wie gehabt. Der Sieger jeder Partie wird ermittelt, notfalls nach Verlängerung, spätestens nach Elfmeter-Duell. Am Ende stehen sich die letzten zwei Mannschaften im Finale gegenüber. Tags zuvor die zwei Verlierer der Halbfinalspiele im Spiel um Platz 3. Das „kleine Finale“ gab es bei einer FIFA-WM erstmals 1934, regelmäßig aber seit 1954, hat also eine deutlich längere Tradition als in der EM der UEFA, bei der das Spiel um Platz 3 schon seit 1984 nicht mehr stattfindet.

Kritik an der „Mega-WM“ – Infantino musste „liefern“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sein „Baby XXL-WM“ (Aufstockung auf mindestens 40 Teams) zum Wahlversprechen gemacht und die Entscheidung am 10.01.2017 besiegelt.

Drei Szenarien waren denkbar und standen zur Diskussion. Eine 48er-WM mit Vorqualifikation, eine Aufstockung auf 40 Teams ohne große Änderungen der Modi und die Variante mit 16 Dreiergruppen, die letztlich den Zuschlag erhielt.

UEFA Generalsekretär Gianni Infantino erhöht die Teilnehmer von 32 auf 48 bei der WM 2026. / AFP / FABRICE COFFRINI
UEFA Generalsekretär Gianni Infantino erhöht die Teilnehmer von 32 auf 48 bei der WM 2026. / AFP / FABRICE COFFRINI

Allerdings: Schon seit Beginn der Gespräche um eine generelle Vergrößerung der WM  hagelte es, vor allem im Land des Fußball-Weltmeisters, Kritik von vielen Seiten. Nicht nur, dass man allgemein gern am alten Modus festgehalten hätte… Der Bundestrainer konnte von Anfang an „aus rein sportlicher Sicht einer Aufstockung gar nichts abgewinnen“. Joachim Löw ist weiterhin der Meinung: „Man sollte das Rad nicht überdrehen“. DFB-Präsident Grindel treibt gar die Angst „dass sich der Fußball an sich verändert, dass die Attraktivität des Spiels“ leidet. Daraus kann, seiner Meinung nach, die Vermarktung der WM insgesamt nur leiden. Noch deutliche Worte hört man von anderen Alteingesessenen des deutschen Fußballs. Uwe Seeler hat beispielsweise „überhaupt kein Verständnis“ dafür, „furchtbar“ beschreibt Berti Vogts die neuerlichen Pläne der FIFA. Von anderen Experten sind Worte wie „idiotisch“ oder „gefährlich“ zu hören. Schalke-Manager Christian Heidel witzelt gar, dass er nur darauf warte, dass die FIFA bald mit Aufstockungs-Plänen auf 64 Teams um die Ecke komme.

Fakt ist, dass allen objektiven Argumenten gegen bzw. den Bedingungen für eine Erweiterung seitens der FIFA Sorge getragen wurde. Es gibt keine zeitliche Verlängerung der Endrunde, keine der Mannschaften spielt ab 2026 mehr Spiele als bisher und auch der jeweilige Gastgeber wird nicht zur Bereitstellung von zusätzlichen Spielstätten „verdonnert“. Demzufolge bleibt die vielzitierte „Überbelastung“ der Spieler und deren „ohnehin schon voller Terminkalender“ unangetastet.

Es wird lediglich zu Beginn 16 Teams mehr geben, als bisher. Und es kann angenommen werden, dass davon kleine Teams profitieren. Wen kann das ernsthaft stören? Der Gastgeber muss mehr Teams und vermutlich auch mehr Fans unterbringen. Na und? Für die Fans jener Teams werden dafür Träume in Erfüllung gehen. Der Fußball wird in diesen Ländern an Popularität gewinnen, dafür gibt es aus den letzten Jahrzehnten zig Beispiele. Genau dafür sollte die FIFA stehen. „For the game. For the world.“ Es geht um das Spiel und um die Welt-Fußball-Gemeinschaft.

Ganz anders sehen das die englischen und spanischen Boulevard-Blätter. Von einer „WM der Armen“ und „einem Sieg der Mittelmäßigkeit über die Exzellenz“ war und ist da zu lesen. Das die Köpfe der großen Fußball-Nationen es nötig haben, sich an ihre elitären Strukturen zu klammern, um unter sich zu bleiben, das ist das eigentliche Armutszeugnis. Denn verlieren werden auch sie dabei nicht. Kein Geld, keine Fans und erst recht keine Titel. Die WM wird ab 2026 größer werden. Bunter. Gut so.

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