DFB Kaderernennung am 21.Mai – Spekulationen um Manuel Neuer – Kommt er zurück?

Die Spekulationen um ein mögliches WM-Comeback von Manuel Neuer bekommen neue Nahrung. Nach Informationen des kicker denkt Bundestrainer Julian Nagelsmann offenbar darüber nach, den 40-Jährigen doch noch in den deutschen WM-Kader für die Endrunde zu berufen. Spätestens am Samstagabend dürfte der DFB-Coach zu dem Thema Stellung beziehen müssen.

Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller nach dem 5:1 gegen Schottland im EM-Eröffnungsspiel (Photo by MIGUEL MEDINA / AFP)
Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller nach dem 5:1 gegen Schottland im EM-Eröffnungsspiel (Photo by MIGUEL MEDINA / AFP)

55er-Liste als möglicher Türöffner

Nagelsmann ist im Anschluss an das Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart zu Gast im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Dort wird er sich auch den Fragen zum Bericht des Fachmagazins stellen müssen. Bis Montagabend musste der Deutsche Fußball-Bund beim Weltverband FIFA eine Liste mit bis zu 55 potenziellen WM-Spielern einreichen, darunter mindestens fünf Torhüter. Am 21. Mai will Nagelsmann in Frankfurt/Main dann den endgültigen WM-Kader mit 26 Profis benennen.

Ob dort auch Neuer auftaucht, ist offen. Der kicker schreibt, dass sich die Zeichen verdichten, „dass es dazu kommen könnte“. Nach Einschätzung des Magazins sei davon auszugehen, dass auf der 55er-Liste unter der Rubrik Torhüter auch Neuers Name steht – ebenso wie die von Oliver Baumann, Alexander Nübel, Finn Dahmen und Jonas Urbig, Neuers designiertem Nachfolger beim FC Bayern. Auch BR24 will diese Information haben. Im Fall Neuer könnte es sich demnach um eine Vorsichtsmaßnahme handeln, weil bei Verletzungen nur Spieler aus diesem 55er-Pool nachnominiert werden dürfen.

Nagelsmann hält sich bedeckt

Ein echtes Signal für eine Rückkehr hat Nagelsmann bislang jedoch nicht gesendet. Im Gegenteil: Nach dem kicker-Bericht erfuhr auch Sky, dass der Bundestrainer keinen Hinweis auf eine Rückholaktion gegeben haben soll. Dass Nagelsmann auf großer Bühne gerne noch eine Überraschung parat hat, ist allerdings bekannt. Im Dezember 2023 bezeichnete er im Sportstudio ein Comeback von Toni Kroos als „interessanten Gedanken“ – bei der Heim-EM 2024 stand der Regisseur dann tatsächlich wieder im Team.

Die bisherigen öffentlichen Aussagen zu Neuer und seiner Rolle deuten diesmal aber nicht auf eine Kehrtwende hin. „Noch mal: Manu ist zurückgetreten, aus freien Stücken, das hat er mehrfach wiederholt und deswegen ist es gar nicht so sinnvoll, darüber stetig zu diskutieren“, hatte Nagelsmann erst kürzlich bei MagentaTV betont. Neuer selbst sagte nach seiner Gala in der Champions League in Madrid: „Wir brauchen das Thema überhaupt nicht aufzumachen.“ Er habe alles gesagt, erklärte der 40-Jährige, nun richte er seinen Fokus „hier auf den FC Bayern“.

Diskussion läuft intern weiter

Dort steht offenbar in den kommenden Tagen die Verlängerung seines Vertrags um ein weiteres Jahr bevor. Ob Neuer trotz seines Rücktritts aus der Nationalmannschaft im Sommer doch noch seine fünfte WM-Endrunde spielt, wird beim DFB „intern weit intensiver und kontroverser diskutiert, als es der Bundestrainer nach außen hin darstellen mag“, schreibt der kicker. Auch bei den Bayern sei man sich dessen bewusst.

Fest steht: Nicht nur in München, auch beim DFB weiß man, wozu Neuer sportlich noch immer fähig ist. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass er es sehr gut macht, dass er ein sehr guter Torwart ist“, sagte Nagelsmann im März. „Aber“, betonte der Bundestrainer damals, „wir haben mit Oli Baumann auch einen herausragenden Torwart.“