Thomas Müller, eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fußballs, hat seinen Rücktritt von der Nationalmannschaft bekannt gegeben. Mit 131 Länderspielen und 45 erzielten Toren hat Müller einen wichtigen Beitrag zur DFB-Elf geleistet. Seine emotionalen Momente und sein Engagement werden viele Fans vermissen. Das DFB Trikot mit der Nummer 13 war immer sehr beliebt. Bei der EM 2024 kam er lediglich zwei Mal zum Einsatz: gegen Schottland und gegen Spanien, stand aber nicht in der Startaufstellung.
Nach Toni Kroos verliert die DFB-Auswahl damit einen weiteren Weltmeister von 2014. Manuel Neuer bleibt als letzter verbleibender Spieler aus der Rio-Mannschaft 2014. Müllers Vertrag beim FC Bayern läuft weiterhin bis 2025, den er laut Berichten zu erfüllen plant.
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Thomas Müller Länderspiele 2024
Nach 131 Länderspielen ist Schluß im Deutschland Trikot
Thomas Müller hatte nach der Niederlage im Viertelfinale der Heim-EM gegen Spanien das Gefühl, dass seine Zeit im Nationalteam zu Ende geht. Das 1:2 nach Verlängerung war schmerzvoll und erinnerte ihn an die Tränen, die er schon nach dem Aus in der Vorrunde der WM in Katar vergossen hatte. Damals war es aus Unsicherheit über seine Zukunft bei der Nationalmannschaft, jetzt wusste der 34-Jährige, dass es wohl sein letzter Einsatz mit dem Adler auf der Brust war.
Er kündigte ein baldiges Gespräch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann an, um über seine Zukunft zu sprechen. Müller deutete an, dass es vielleicht sinnvoller wäre, jüngeren Spielern den Vortritt zu lassen. Diese Entscheidung hätte er schon im März 2019 treffen sollen, doch der damalige Trainer Joachim Löw holte ihn und Mats Hummels nach einer zwischenzeitlichen Pause zur EM 2021 zurück. Dort hatte Müller im Achtelfinale gegen England die Chance zum Ausgleich, die er jedoch nicht nutzen konnte. Ein EM-Tor war ihm in seinen 17 Einsätzen bei Europameisterschaften nicht vergönnt, obwohl seine Bühne eher die Weltmeisterschaften waren.
Obwohl er es vorhergeahnt hatte, war der Abschied bitter. Seine emotionale Reaktion auf das Aus war ein Zeichen dafür, wie viel ihm der Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft bedeutete.
2010 und 2014 ging es los
Im Jahr 2010 betrat ein junger deutscher Stürmer namens Thomas Müller die Weltbühne und sorgte gleich für Aufsehen, als er mit nur 20 Jahren Torschützenkönig wurde und den goldenen Schuh gewann. Vier Jahre später wiederholte Müller seine beeindruckende Leistung, indem er erneut fünf Tore erzielte und drei Vorlagen gab, was Deutschland zum vierten WM-Titel führte.
Doch die Erfolge von Müller waren nicht konstant. Sowohl 2018 als auch 2022 scheiterte er mit dem deutschen Team in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft. Selbst bei der Heim-EM konnte Müller nur noch als Assistgeber glänzen und bekam nur wenige Spielminuten. Der Trainer Julian Nagelsmann lobte Müller dennoch und nannte ihn das „Verbindungsglied“ zwischen den Spieler-Generationen.
Müllers Persönlichkeit und seine Fähigkeit, das Team zu motivieren, wurden oft hervorgehoben. Er brachte nicht nur Spaß und Lockerheit in die Mannschaft, sondern auch eine gewisse Flexibilität: Er konnte sowohl mit den „Rap-Fans“ im Team als auch mit den „Jodlern“ kommunizieren. Diese Zweiheit spiegelte sich auch in seiner Herkunft wider; als Bayer identifizierte er sich selbst mehr mit den Jodlern.
Abseits des Platzes ist Müller für seinen Humor bekannt. Einmal verlor er eine Wette und servierte seine Mitspieler in einem Dirndl. Dieses Verhalten unterstreicht seinen Wunsch, Positivität und Lockerheit zu verbreiten.
Müllers Karriere neigt sich nun dem Ende zu. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft 2025 aus, und er hat bereits angekündigt, dass er das Champions League Finale „dahoam 2.0“ als sein letztes großes Ziel anstrebt. Sowohl beim DFB als auch bei Bayern plant man, ihn in anderer Funktion zu halten. Sein ehemaliger Mitspieler Kroos spekuliert bereits, dass Müller aufgrund seines Verständnisses und seiner Leidenschaft für den Fußball eine Trainerrolle übernehmen könnte.