Der neue WM Spielball 2018 "Telstar18" von adidas.

Fußbälle und Zubehör: Ratgeber zu Kauf, Ballpflege und Lagerung

Fußball ist nicht gleich Fußball. Neben der Optik unterscheiden sich die Bälle in vielerlei Hinsicht. Unter anderem spielen bei der Kaufentscheidung Faktoren wie Material, Flugeigenschaften und Gewicht eine wichtige Rolle. Darüber hinaus nehmen Ballpflege und Lagerung Einfluss und können darüber entscheiden, ob dauerhaft von einem zuverlässigen Sportgerät mit optimalen Eigenschaften profitiert werden kann. Wesentliche Tipps haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt. Hier gibt es die letzten WM Spielbälle.

Kauftipps – Ball-Art, Obermaterial & Verarbeitung

Wenn sich die Profis auf dem Rasen versammeln, kommt nicht irgendein Fußball auf den Platz. Bei offiziellen Spielen müssen die Bälle internationalen Standards gerecht werden. Sowohl Umfang und Gewicht als auch der Druck müssen stimmen. Auch im Training macht ein sorgfältig ausgewählter Ball den Unterschied. Die Ball-Arten in der Übersicht:

  • Hallen-Ball: Fußbälle für die Halle erlauben ein gedämpftes Aufprallverhalten dank Filz- oder Vliesschicht. Auch PU (Polyurethan) ist als Material denkbar.
  • Trainingsball: Anders als bei Turnierbällen sind die Ansprüche an diese Varianten geringer und der Preis ebenso. Wichtig ist eine hohe Langlebigkeit, damit die Trainingsbälle trotz intensiver Nutzung zuverlässige Dienste leisten. Die Oberfläche ist deshalb härter.
  • Spielball: Spielbälle beschleunigen schnell, weisen ein gutes Rücksprungverhalten auf und die Flugbahn ist stabil. Der Grip der Oberfläche ist gut, sodass Tricks gut gelingen und Schüsse präzise ausgeführt werden können.
  • Lights: Light-Bälle sind – wie die Bezeichnung bereits andeutet – leichter als Turnier- und Trainingsbälle und im Kinder- und Jugendfußball beliebt. Die Bälle sind auch etwas kleiner und wiegen häufig maximal 350 Gramm. Kinderbälle (G-Jugend) zum Teil sogar nur 290 Gramm. Zum Vergleich: Offizielle Spielbälle für Turniere bringen Minimum 410 Gramm auf die Waage.

Kunststoffe wie PVC sind bei modernen Fußbällen das vorherrschende Obermaterial. Es ist im Vergleich zu Leder, das früher Standard war und sich bei Nässe regelrecht vollgesaugt hat, witterungsbeständiger und bleibt auch bei Regen gut spielbar. Weil Fußbälle nicht „aus einem Guss“ hergestellt werden, sondern aus mehreren Einzelteilen, ist auch die Verarbeitung entscheidend für das Spielverhalten. Bei modernen Fußbällen kommen Schweißnähte zum Einsatz, welche die Spielgeräte wasserdicht machen. Zudem werden viele Produkte verklebt.

Damit Fußbälle rund werden, sind sie mit Druckluft zu befüllen. Der ideale Druck hängt vom Alter der Fußballerinnen und Fußballer sowie von ihrem Spielniveau ab. 0,6 bis 1,1 bar gelten als gängig.

Ballpflege und Lagerung

Die optimale Ballpflege ist von der Ball-Art abhängig. Bei verklebten Modellen ist zum Beispiel der Druck ein elementares Kriterium. Werden geklebte Bälle mit zu wenig Luft gelagert, sind Beschädigungen möglich. Die Lagerung sollte deshalb immer voll aufgepumpt erfolgen. Aber auch genähte Varianten halten länger, wenn sie durch genügend Druck in Form bleiben.

Die WM Spielbälle wurden zur WM 2010 in Kapstadt präsentiert (Quelle: eigenes Archiv)
Die WM Spielbälle wurden zur WM 2010 in Kapstadt präsentiert (Quelle: eigenes Archiv)

Elektrische Luftpumpen für maximalen Komfort

Das regelmäßige Aufpumpen ist für die dauerhafte Stabilität der Bälle sowie das gewünschte Spielverhalten ein Muss. Um sich die wiederkehrende Aufgabe zu erleichtern, empfehlen sich elektrische Ballpumpen mit Akku wie sie unter vergleich.org präsentiert werden. Die besten Produkte aus dem Ballvergleich sind handlich und verfügen über praktische Extras wie eine intelligente Druckerkennung, integrierte LED-Taschenlampen und eine Abschaltautomatik.

Neben Ballpumpen mit Kompressor lassen sich Handpumpen verwenden. Entscheidend ist auch hier, dass ein Nadelventil vorhanden ist. Die manuellen Pumpen eignen sich für private Spieler, die ihren Ball nur gelegentlich Aufpumpen müssen. Doch auch sie können vom höheren Komfort der elektrischen Pumpen profitieren. Der größte Vorteil ist die präzise Druck-Kontrolle durch die Anzeige des Druckwerts. So lässt sich verhindern, dass die Bälle zu schwach oder zu stark aufgepumpt werden. Hinzu kommt, dass die elektrische Lösung keinen Kraftaufwand erfordert und weniger Zeit in Anspruch nimmt.

  • Darüber hinaus ist es ratsam, Fußbälle nach jedem Einsatz mit klarem Wasser abzuwaschen, abzutrocknen und trocken zu lagern. Durch diese routinierte Pflege bleibt die Oberfläche sauber, geschmeidig und robust.
  • Die ideale Lagertemperatur beträgt 15 Grad Celsius.
  • Vier Grad Celsius sind das Minimum.
  • Feuchtigkeit an Bällen kann sich im Winter besonders negativ auswirken, wenn Minusgrade die Nässe gefrieren lassen und das Obermaterial brüchig wird.
  • Zudem sollten Fußbälle nie an Heizelementen aufbewahrt werden.

Gut zu wissen: Lederfett wird für moderne Fußbälle nicht benötigt, da sie ohne das tierische Material auskommen.

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