EM 2024 – Wie organisiert man ein Public Viewing Event?

Im kommenden Sommer vom 14.Juni bis 14.Juli 2024 ist es wieder soweit: Mit der UEFA EURO2024 findet ein großes internationales Fußballturnier in Deutschland statt. Als dies im Jahr 2006 zum bisher letzten Mal der Fall war, entwickelte sich in Deutschland das Public Viewing zum Massenphänomen, jedermann streifte sich das Deutschlandtrikot über und feierte in den Biergärten und Fanmeilen. Wer in diesem Jahr auf den Zug aufspringen und ein solches Event anbieten möchte, muss einiges beachten, vor allem die Vorgaben der UEFA, dem Veranstalter der EM 2024.

Einlaufkinder im neuen DFB Trikot 2024 beim Lämderspiel Deutschland gegen die Niederlande am 26.März 2024 (Foto Depositphotos.com)
Einlaufkinder im neuen DFB Trikot 2024 beim Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande am 26.März 2024 (Foto Depositphotos.com)

UEFA Lizenzen beachten

Überträgt man eines der 51 EM-Spiele, so benötigt man eine UEFA-Lizenz zum zeigen der Spiele. Ob diese Lizenz etwas kostet, hängt von der Gewerblichkeit der Veranstaltung ab. Wird mit dem Event kein Geld verdient durch Sponsoren oder Eintrittsgelder, so ist die UEFA-Lizenz kostenlos. Eine lizenzpflichtige Genehmigung von der UEFA dagegen kann sehr teuer werden, es startet bei 500 EUR für 301 bis 1.000 Zuschauer und kostet bei mehr als 10.000 Zuschauer auch 10.000 EUR. Genaue Infos erfährt man bei der UEFA.

Die EM-Location – Wo soll das Public Viewing stattfinden? 

Auch bei der Standortwahl lauern Gefahren: In den zehn EM-Spielorten nämlich muss man genau Abstände zu den offiziellen UEFA Fanmeilen und Stadien berücksichtigen. 

Sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, so geht es an die ganz konkrete Ausgestaltung. Je nach Größe des Events muss ausreichend Platz für alle Gäste geschaffen werden. Dies gilt für die vergleichsweise kleine Veranstaltung im Lokal genauso wie für das städtische Angebot.

Die vielen Anforderungen, die bei der Organisation eines Public Viewings wichtig sind, überblicken Laien oft nur mit Mühe. Daher verwundert es kaum, dass professionelle Fachleute vorhanden sind, die Unterstützung leisten können. Inzwischen gibt es die Ausbildung zum Fußballkaufmann, die unter anderem dieses Themengebiet beinhaltet. Weitere Informationen zum Werdegang sind auf dieser Seite zu sehen.

Die richtige Ausstattung und Technik für den Fangenuß

Für ein gelungenes Public Viewing ist die passende Technik essentiell. Ziel muss es sein, dass alle Zuschauer von ihrem Platz aus das Spiel gut verfolgen können. Hierfür muss zunächst das passende Bild bereitgestellt werden. In einer Gaststätte mag ein großer Flachbildfernseher noch ausreichen. Doch in größeren Dimensionen sind Leinwände und leistungsstarke Beamer gefragt. Findet das Spiel am hellen Sommertag statt, so muss der Beamer äußerst leistungsstark sein, um die nötigen Kontraste zu kreieren. Zusätzlich bietet sich eine Verschattung der Leinwand an, damit das Bild dort besser zu sehen ist.

In jedem Fall sollte das Bild vorher getestet werden, damit alles in Ordnung ist. Zusätzlich braucht es leistungsstarke Boxen, um auch den Ton bis zu den Fans zu transportieren. Die Gesänge aus dem Stadion und der Kommentar sind zentral für die gute Stimmung. Auch die TV-Rechte müssen beachtet werden, so z.b. Gema Gebühren, wenn vorab Musik gespielt werden soll.

Deutschland Fans mit dem Trikot Nummer 12 von Deutschland bei der Fußball Weltmeisterschaft in Russland beim Spiel gegen Schweden am 23.Juni 2018. / AFP PHOTO / Odd ANDERSEN
Deutschland Fans mit dem Trikot Nummer 12 von Deutschland bei der Fußball Weltmeisterschaft in Russland beim Spiel gegen Schweden am 23.Juni 2018. / AFP PHOTO / Odd ANDERSEN

Gastronomie – Was gibt es zu essen und trinken?

Wie sollen die Gäste am großen Tag verpflegt werden? Speisen und Getränke sind der Bereich, in dem der eigentliche Gewinn schlummert. Wer es sich leicht machen möchte, lagert die Aufgabe an einen Caterer aus. Neben den verschiedenen Getränken sollten zumindest Snacks im Angebot sein. Ebenso gut kommt die typische Verpflegung eines Fußballstadions an: Pommes, Bratwurst und andere Klassiker stehen hoch im Kurs.

Ausreichend Personal beschaffen

Gerade in der Gastronomie herrscht in diesen Tagen ein klarer Personalmangel. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig um die nötigen Leute zu kümmern. Bei Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen ist ab einer gewissen Größe außerdem Security notwendig. Aufgrund der hohen Nachfrage während der Europameisterschaft sollte auch dieses Unternehmen frühzeitig angefragt werden.

Marketing – Das Public Viewing bewerben

Jetzt fehlen nur noch die Fans. Damit eine gute Stimmung herrscht und sich das gesamte Event finanziell trägt, müssen möglichst viele Plätze gefüllt sein. Das geht nur mit einem guten Marketing. Dieses beginnt im Normalfall bei Freunden und Familie. Für lokales Marketing bieten sich außerdem die sozialen Netzwerke an, mit denen Menschen gut zu erreichen sind. Auch ohne hohe Ausgaben für das Marketing wird sich schnell herumsprechen, dass hier etwas stattfindet.

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