Shkodran Mustafi (rechts) nach dem EM-Halbfinale gegen Frankreich am 7.Juli 2016. / AFP PHOTO / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Shkodran Mustafi Deutschland Trikot

Wie Phönix aus der Asche – so lässt sich die steile Karriere von Shkodran Mustafi in der deutschen Nationalmannschaft am besten beschreiben. Denn als er erstmals von Bundestrainer Joachim Löw zur DFB-Auswahl im März 2014 zum Testspiel gegen Chile eingeladen wurde, war sein Name hierzulande nur Experten ein Begriff. Schließlich wechselte er schon als 17-Jähriger von der HSV-Nachwuchsakademie nach England zum FC Everton, bevor es ihn 2012 zu Sampdoria Genua zog. Bei den Italienern verbuchte der 1,84 m große Innenverteidiger seine ersten Profieinsätze. Seinen ersten Einsatz mit dem Adler auf der Brust bestritt der Abwehrspieler am 13. Mai 2014 im Test gegen Polen.

Anschließend wurde Mustafi aus dem Kader für die WM 2014 gestrichen, dann aber umso überraschender für den verletzten Marco Reus nachnominiert. Als totaler Außenseiter gehandelt, absolvierte der Sohn albanischer Eltern auf der rechten Verteidigerposition drei WM-Spiele, schied aber im Achtelfinale verletzt aus. Dennoch wurde Mustafi zusammen mit der DFB-Auswahl Weltmeister 2014. Nach der WM wechselte Mustafi zum FC Valencia nach Spanien, was bereits seine dritte Station im Ausland ist. Dem DFB war das Talent von Mustafi schon früh aufgefallen, zumal er in seiner Altersklasse immer außergewöhnlich zweikampf- und kopfballstark war. So durchlief er von der U 16 beginnend alle Nachwuchsteams des DFB und wurde 2009 mit der U 17 Europameister.

Shkodran Mustafi agiert in der Defensive teilweise sehr abwartend und gewährt seinem Gegenspieler etwas Raum, um dann enorm aggressiv, körperbetont und dynamisch gegen den Mann zu agieren. Offensiv verfügt er über ein gutes und sicheres Passspiel, rückt teilweise sehr weit mit intelligent mit vereinzelten Dribblings auf und spielt einen strategischen Ballverteiler aus der eigenen Abwehr. Aufgrund seinen körperlichen Fähigkeiten kann er sowohl auf der Position des Innenverteidigers als auch Außenverteidigers agieren. Zudem zeigt Mustafi trotz seiner noch jungen Jahre schon erhebliche Führungsqualitäten. Verbesserungswürdig ist hingegen sein Offensivspiel, was für einen Verteidiger aber eher zweitrangig. Hinter Jerome Boateng und Mats Hummels streitet sich Mustafi mit Holger Badstuber, Benedikt Höwedes oder Matthias Ginter um die begehrten Plätze in der DFB-Abwehr.

Shkodran Mustafi bei der EM 2016

Der Abwehrspieler des FC Arsenal kam bei der Europameisterschaft 2016 auf zwei Einsätze. Im Vorrundenspiel gegen die Ukraine stand er von Anfang bis Ende als Innenverteidiger auf dem Platz. Er ersetzte dabei den verletzten Mats Hummels. In der 19. Minute des Spiels gelang ihm mittels eines Kopfballtreffers sein erstes Tor für die A-Nationalmannschaft, wodurch diese in Führung ging. Im Halbfinale gegen Frankreich kam er auf 30 Minuten Einsatz. Hier wurde er in der 61. Minute von Bundestrainer Löw für Jérôme Boateng eingewechselt, da dieser sich während des Spiels verletzte. Für Mustafi war die EM-Teilnahme 2016 die erste dieser Art.

Shkodran Mustafi trifft zum 1:0 gegen die Ukraine im Stade Pierre Mauroy in Lille am 12.Juni 2016. / AFP PHOTO / Denis CHARLET
Shkodran Mustafi trifft zum 1:0 gegen die Ukraine im Stade Pierre Mauroy in Lille am 12.Juni 2016. / AFP PHOTO / Denis CHARLET

Länderspielbilanz von Shkodran Mustafi

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