Lothar Matthäus rät Bundestrainer Nagelsmann zur WM 2026: Nimm Lennart Karl mit!

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rät Bundestrainer Julian Nagelsmann eindringlich, für die WM 2026 den Youngster Lennart Karl nicht außen vor zu lassen. Matthäus sagte dem kicker, er würde den Offensivspieler von Bayern München „auf jeden Fall mitnehmen“. Als Gründe nannte Matthäus Karls „Unbekümmertheit, die Frechheit, die Qualität“ sowie bereits vorhandene internationale Erfahrung. Für den früheren Kapitän steht fest: Nagelsmann muss bei der Kaderplanung auf solche Eigenschaften achten.

Lennart Karl in der Bundesliga beim FC Bayern München '(Foto Depsotiphotos.com)
Lennart Karl in der Bundesliga beim FC Bayern München ‚(Foto Depsotiphotos.com)

Matthäus rät Nagelsmann: Lennart Karl mitnehmen

Matthäus betont, dass Karl (18) etwas mitbringt, das in der Mannschaft sonst vielleicht fehlt. Er hob die Kombination aus Selbstvertrauen und technischem Können hervor und sieht gerade in Turnieren diesen Typ Spieler als wertvoll an. Gleichzeitig verwies Matthäus auf Karls Spielzeit beim Rekordmeister, die ihm Wettbewerbserfahrung verschafft hat. Nagelsmann stehe damit vor der Entscheidung, ob er auf diese spezielle Qualität setzt.

Der frühere Weltmeister sieht den WM-Kader mit 26 Profis als groß genug, um auch Ergänzungsspieler aufzunehmen. „Da sollte man schon überlegen, wer eine Qualität hat, die der Mannschaft sonst fehlt“, sagte Matthäus. Entscheidend sei zudem, wer bereit sei, die Rolle als Ergänzungsspieler anzunehmen und sich harmonisch in die Mannschaft einzufügen.

Bewertung weiterer Youngster und Teamharmonie

Zu Konkurrenten wie Said El Mala äußerte Matthäus Skepsis, weil dieser beim 1. FC Köln noch kein Stammspieler sei und der Klub insgesamt weniger Einsätze biete. Dennoch erkannte er auch bei El Mala „hohe Qualität, Geschwindigkeit, ein gutes Dribbling, einen guten Abschluss“. Abschließend machte Matthäus Harmonie im Team zur zentralen Forderung an Nagelsmann: Er müsse erreichen, „dass alle das eigene Ego hintanstellen und das Gesamte sehen“ – ein Anspruch, den Matthäus mit Blick auf den WM-Erfolg 1990 anführte und dem die DFB-Auswahl bereits „auf einem guten Weg“ sieht.