Die deutsche Nationalmannschaft steht am Montagabend (20:45 Uhr, RTL live) vor einer wichtigen Prüfung in der WM-Qualifikation. Nach dem Pflichtsieg gegen Luxemburg geht es nun gegen ein kampfstarkes nordirisches Team, das vor heimischem Publikum nur schwer zu knacken ist. Im Windsor Park in Belfast will die DFB-Elf den nächsten Schritt Richtung Weltmeisterschaft machen – einfach wird das aber nicht. „Ich erwarte ein schweres Spiel“, so Bundestrainer Nagelsmann in der DFB-Pressekonferenz.
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Die Gruppe bleibt spannend – Deutschland unter Druck
Mit dem Erfolg gegen Luxemburg hat das Team von Julian Nagelsmann zwar die Tabellenführung in Gruppe A übernommen, doch der Vorsprung ist hauchdünn: Deutschland, Nordirland und die Slowakei liegen allesamt punktgleich bei sechs Zählern. Ein Ausrutscher in Belfast könnte also teuer werden. Die Gastgeber haben zuletzt die Slowakei mit 2:0 geschlagen – ein klarer Warnschuss für die DFB-Elf.
Im Hinspiel im September hatte Deutschland beim 3:1-Sieg in Köln mehr Mühe als das Ergebnis vermuten lässt. Die Neuauflage verspricht erneut ein intensives Duell – diesmal mit dem Heimvorteil auf nordirischer Seite.
Startelf-Fragen: Wen schickt Nagelsmann ins Rennen?
Julian Nagelsmann setzt auf Stabilität: Große Veränderungen in der Startelf sind nicht zu erwarten. Oliver Baumann bleibt im Tor gesetzt, davor dürfte erneut die eingespielte Viererkette mit Kimmich, Tah, Schlotterbeck und Raum agieren. Im Mittelfeld erhalten Pavlovic und Goretzka wieder den Vorzug – beide zeigten sich gegen Luxemburg formstark.
Im Angriff setzt Nagelsmann wohl erneut auf das Kreativtrio Wirtz, Gnabry und Adeyemi hinter Mittelstürmer Woltemade. Einzige mögliche Veränderung: Baku könnte den Platz von Adeyemi übernehmen, sollte dieser nicht rechtzeitig fit sein. Gnabry, zuletzt mit starker Form, bleibt eine feste Größe – und hat gegen Nordirland bereits fünf Tore erzielt.
Tabelle WM 2026 Qualifikationgruppe A mit Deutschland
Nordirland setzt auf Kompaktheit und Umschaltmomente
Michael O’Neill lässt seine Mannschaft in einem flexiblen 3-4-2-1-System auflaufen, das defensiv schnell zur Fünferkette wird. Das Spiel gegen die Slowakei zeigte: Nordirland steht kompakt, ist zweikampfstark und setzt auf schnelles Umschaltspiel. Besonders über die Flügel und durch Standardsituationen kann das Team gefährlich werden.
Der Fokus liegt klar auf physischer Präsenz und taktischer Disziplin. Mit Spielern wie McNair, Charles oder Reid verfügt das Team über Akteure mit internationaler Erfahrung – und den nötigen Biss, um auch Favoriten zu ärgern.
Historie spricht klar für Deutschland – aber Vorsicht ist geboten
In 20 Duellen gab es 14 Siege für Deutschland – bei nur zwei Niederlagen. Die letzten zehn Spiele konnte die DFB-Auswahl allesamt gewinnen. Und dennoch: Das Spiel in Belfast könnte zum Stolperstein werden, wenn Deutschland nicht mit der nötigen Intensität auftritt.
Julian Nagelsmann fordert von seiner Mannschaft dieselbe Gier wie zuletzt: „Wir müssen das Spiel gewinnen – das steht über allem.“ Die Richtung ist klar: Mit einem Sieg kann sich Deutschland in der Gruppe absetzen. Doch dazu braucht es mehr als nur individuelle Klasse – es braucht Konzentration, Konsequenz und Kampfbereitschaft.