Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- Nick Woltemade trifft mit der Schulter – Deutschland müht sich zum Pflichtsieg in Belfast
- Hexenkessel Windsor Park: Ein Klassiker britischer Prägung
- Woltemade mit Schultereinsatz – und Torpremiere
- Kampf, Kratzer und Krampf statt Kombinationsspiel
- Baumann rettet, Adeyemi fehlt gesperrt
- Ausblick: Pflichtaufgabe Luxemburg – Entscheidung gegen die Slowakei?
Nick Woltemade trifft mit der Schulter – Deutschland müht sich zum Pflichtsieg in Belfast
In einem kampfbetonten Auswärtsspiel behauptet sich die deutsche Nationalmannschaft mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen Nordirland. Dank des ersten Länderspieltreffers von Nick Woltemade bleibt das DFB-Team in der WM-Qualifikation auf Kurs – spielerisch blieb allerdings viel Luft nach oben.
Hexenkessel Windsor Park: Ein Klassiker britischer Prägung
Belfast ist selten ein einfaches Pflaster, und das wurde auch beim Gastspiel der deutschen Elf erneut deutlich. Im Windsor Park entwickelte sich ein Spiel, das weniger durch fußballerische Raffinesse als vielmehr durch Kampf, Zweikampfhärte und Standardsituationen geprägt war. Die Gastgeber setzten auf britische Tugenden: lange Bälle, aggressive Zweikämpfe, defensives Bollwerk. Deutschland hingegen tat sich über weite Strecken schwer, dagegen spielerische Lösungen zu finden.
Woltemade mit Schultereinsatz – und Torpremiere
Für den Moment des Spiels sorgte Nick Woltemade: Nach einer Ecke von David Raum traf der Angreifer in der 31. Minute mit der Schulter zur Führung – sein erstes Tor im sechsten Länderspiel. Für den körperlich robusten Stürmer, der bei Newcastle unter Vertrag steht, war es ein passender Treffer in einem körperbetonten Spiel. Der Treffer markierte bereits das fünfte Tor der DFB-Auswahl in der laufenden Qualifikation nach einer Standardsituation – ein klares Zeichen, wo aktuell die größte Gefahr lauert.
Kampf, Kratzer und Krampf statt Kombinationsspiel
Julian Nagelsmann schickte dieselbe Elf aufs Feld wie beim klaren 4:0 gegen Luxemburg. Doch diesmal war es mit der spielerischen Leichtigkeit schnell vorbei. Nordirland stellte sich tief ins 5-3-2, ließ Deutschland anlaufen und setzte auf Konter. Es hagelte Zweikämpfe: Kimmich kassierte einen Tritt gegen den Kopf, Schlotterbeck einen auf die Wade. Deutschland fand keine kreativen Lösungen, war ideenlos im letzten Drittel. Erst in der zweiten Hälfte ergaben sich nach einem offensiven Wechsel der Hausherren Räume – genutzt wurden sie aber nicht. Karim Adeyemi ließ freistehend das mögliche 2:0 liegen.
Baumann rettet, Adeyemi fehlt gesperrt
Torhüter Oliver Baumann war in der 59. Minute zur Stelle und verhinderte mit einer starken Parade gegen Charles den Ausgleich. Auch in der Schlussphase hielt er den knappen Vorsprung fest. Offensiv blieb es Stückwerk – Wirtz konnte seine Klasse nur punktuell andeuten, Gnabry verpasste aus spitzem Winkel. Kleiner Rückschlag für das nächste Spiel: Karim Adeyemi sah seine zweite Gelbe Karte und wird in Luxemburg fehlen.
Ausblick: Pflichtaufgabe Luxemburg – Entscheidung gegen die Slowakei?
Mit dem Auswärtssieg in Nordirland bleibt Deutschland Tabellenführer in Gruppe A. In den verbleibenden Spielen gegen Luxemburg und die Slowakei im November hat das Team die Qualifikation für die WM 2026 nun selbst in der Hand. Gegen Luxemburg wird ein Pflichtsieg erwartet, gegen die Slowakei könnte es dann zum Showdown um die direkte Qualifikation kommen. Doch eines ist klar: Fußballerisch muss eine Steigerung her, wenn man auch bei der WM eine Rolle spielen will.