Klare WM-Ansagen: „Faktenchecker“ Nagelsmann hofft auf seine „Key-Player“

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat vier Monate vor der WM 2026 eine klare Linie bei der Personalplanung gezogen. Bei der Torhüterfrage nannte er drei Fakten rund um Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Baumann und schiebt damit Spekulationen einen Riegel vor. Gleichzeitig bekräftigte er, dass Jamal Musiala langsam zu Kräften kommt und dass ein klassischer Kopfballstürmer für das Turnier eingeplant ist. Die nächste Kadernominierung ist für den 19. März terminiert; zuvor stehen Testspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) an.

In den neuen DFB Trainingsanzügen - Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nuebel in Vorbereitung auf dei EM 2024 (Photo by Tobias SCHWARZ / AFP)
In den neuen DFB Trainingsanzügen – Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nuebel in Vorbereitung auf dei EM 2024 (Photo by Tobias SCHWARZ / AFP)

Nagelsmann zur Torhüterfrage: Neuer, ter Stegen, Baumann

Nagelsmann stellte klar: Die Torhüter-Thematik sei durch drei Punkte geprägt. Erstens die „tragische Verletzung“ von Marc-André ter Stegen, für die ihm „unfassbar leid tut“. Zweitens, so der Bundestrainer, sei „Manu zurückgetreten“ und habe deutlich gemacht, dass an dieser Entscheidung nichts ändere. Drittens spiele Baumann „eine gute Saison“ und habe sich auch in der WM-Qualifikation hervorragend präsentiert.

Der Bundestrainer betonte, er werde dem Neuer-Erben „nie ganz zu“ die Tür schließen, „aber es muss sinnhaft sein für ihn, für uns.“ Aktuell sehe es für einen Einsatz von Neuer bei der WM jedoch „nicht rosig aus.“ Diese klare Einordnung schafft Planungssicherheit, schränkt Nagelsmann aber zugleich ein angesichts von Verletzungen und Formschwankungen.

Angriff & WM-Planung: Füllkrug, Kleindienst, Musiala

Nagelsmann sprach auch offensive Personalien an: Niclas Füllkrug habe seine WM-Ambitionen nach dem Wechsel zu AC Mailand betont, doch der Bundestrainer forderte mehr als Interview-Bekenntnisse. „Füllkrug sei herzlich eingeladen, Tore zu schießen“, sagte Nagelsmann und verwies auf einen ähnlichen Spielertypen in Tim Kleindienst.

Konkreter wird Nagelsmann beim Profil des Sturmspielers: „Wir werden, das kann ich verraten, einen Kopfballspieler vorne mitnehmen.“ Bei Jamal Musiala zeigte sich der Bundestrainer optimistisch: Musiala „kommt langsam zu Kräften“ und habe im Pokal gegen Leipzig „besser ausgesehen als die letzten Wochen“. Für Kai Havertz plant Nagelsmann die Nominierung im März, betonte aber zugleich die bestehenden Unwägbarkeiten durch Verletzungen.

Nächste Schritte vor der WM

Die Kaderplanung für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) befinde sich „weit vorangeschritten“, sagte Nagelsmann. Die nächste Kadernominierung am 19. März sowie die Länderspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) werden erste konkretere Indikatoren liefern, wie die endgültige Auswahl aussehen könnte.