Bundestrainer Nagelsmann mit Ansagen zu seinem WM-Kader 2026

Bundestrainer Julian Nagelsmann nutzte die UEFA Nations-League-Auslosung in Brüssel, um seine Pläne für die Fußball-WM zu erläutern. Im Fokus standen die Torhüterfrage mit Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Oliver Baumann sowie Personalentscheidungen rund um Jamal Musiala, Niclas Füllkrug und Kai Havertz. Neuer habe seinen Rücktritt bekräftigt, ter Stegen kämpfe nach einer „tragischen Verletzung“ um eine Restchance, und Baumann könne sich im März erneut empfehlen. Nagelsmann betonte zugleich, dass einige Schlüsselspieler fit sein müssen, damit die WM-Pläne aufgehen.

Der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann (Mitte) gibt vor dem Fußballspiel der Gruppe A der UEFA Euro 2024 zwischen der Schweiz und Deutschland in der Frankfurter Arena in Frankfurt am Main am 23. Juni 2024 ein Interview. (Foto: JAVIER SORIANO / AFP)
Der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann (Mitte) gibt vor dem Fußballspiel der Gruppe A der UEFA Euro 2024 zwischen der Schweiz und Deutschland in der Frankfurter Arena in Frankfurt am Main am 23. Juni 2024 ein Interview. (Foto: JAVIER SORIANO / AFP)

Neuer, ter Stegen und Baumann im WM-Rennen

Nagelsmann fasste die Torhüterlage in drei Punkten zusammen: Zuerst die „tragische Verletzung“ von Marc-André ter Stegen, die ihm sehr leidtue; zweitens den Rücktritt von Manuel Neuer, den dieser bestätigt habe; und drittens die starke Saison von Oliver Baumann. Aus Respekt vor dem möglichen Neuer-Erben werde Nagelsmann die Tür für ter Stegen „nie ganz zu“ machen, betonte er, fügte aber hinzu: „Aktuell sieht es nicht rosig aus.“

Weiter erklärte Nagelsmann, dass Neuer erneut gesagt habe, an seiner Entscheidung nichts ändern zu wollen. Baumann besticht laut dem Bundestrainer durch eine gute Saison und habe sich bereits in der WM-Qualifikation ausgezeichnet; im März könne er sich erneut empfehlen. Für die endgültige Kaderplanung sei die Torhüterfrage damit „relativ weit vorangeschritten“.

Musiala, Füllkrug und Havertz im Blick

Gleichzeitig sprach Nagelsmann über weitere Kandidaten für das WM-Team. Jamal Musiala sehe „langsam zu Kräften kommen“ und habe im Pokal gegen Leipzig besser ausgesehen als in den vergangenen Wochen. Der Bundestrainer betonte, Musiala bekomme Zeit — von Nagelsmann selbst und von Trainer Vincent Kompany.

Nagelsmann plant nach erfolgreichem Comeback auch mit Kai Havertz für März, sieht aber immer „ein paar Unwägbarkeiten“, bis die Schlüsselspieler fit sind. Niclas Füllkrug hat seine WM-Ambitionen deutlich gemacht; Nagelsmann lobte dessen Spielertyp und kündigte an: „Wir werden, das kann ich verraten, einen Kopfballspieler vorne mitnehmen.“ Füllkrug sei „herzlich eingeladen, Tore zu schießen“ und solle sich nicht nur in Interviews empfehlen.

Nations League bleibt Hintergrund

Die Nations League — Gruppe mit den Niederlanden, Serbien und Griechenland — spielte bei Nagelsmanns Ausführungen nur eine untergeordnete Rolle. Die fünfte Auflage des Wettbewerbs findet erst von Ende September bis Mitte November statt; für Nagelsmann dominiert klar die WM-Planung.