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Karl-Heinz Rummenigge

Lothar Matthaeus (L) und  Hans-Peter Briegel (Mitte) und Karl-Heinz Rummenigge bei der WM 1986 gegen Marokko. AFP PHOTO
Lothar Matthaeus (L) und Hans-Peter Briegel (Mitte) und Karl-Heinz Rummenigge bei der WM 1986 gegen Marokko. AFP PHOTO

Als manchmal leicht hölzern wirkender Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München ist Karl-Heinz Rummenigge auch heute noch den meisten ein Begriff. Internationale Bekanntheit erlangte Rummenigge aber bereits in den 1980er Jahren, als er zu den besten Stürmern der Welt gehörte. So führte er die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän zum Gewinn der Europameisterschaft 1980. 1982 und 1986 stand er zudem im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft, unterlag aber jeweils. In seinen insgesamt 95 Länderspielen, erzielte er 45 Tore und lief 51 Mal als Kapitän auf. Rummenigges Name wird allerdings auch mit zwei schwarzen Tagen des deutschen Fußballs in Verbindung gebracht. Bei der so genannten „Schmach von Cordoba“ 1978 war es Rummenigge, der als Mittelstürmer das 1:0 für Deutschland gegen Österreich erzielte, dann aber die 2:3-Niederlage auch nicht verhindern konnte. Vier Jahre später war Rummenigge dann Kapitän jener deutschen Elf, die sich bei der „Schande von Gijon“ mit Österreich auf einen Nichtangriffspakt einigte, weil das 1:0 für Deutschland beiden Teams zum Weiterkommen reichte.

Rummenigge übernahm den Stab von Beckenbauer

In seiner Jugend schaffte es Rummenigge nie in eine bundesdeutsche Auswahl, sondern spielte lediglich für die Westfalenelf. Etwas überraschend war es daher schon, dass Rummenigge, der damals bei Borussia Lippstadt kickte, ein Angebot des FC Bayern erhielt. Der Stürmer zögerte jedenfalls nicht lange, brach seine Banklehre ab und wechselte nach München. Dort spielte er gemeinsam mit Legenden wie Beckenbauer, Müller und Breitner und gewann in seinen ersten drei Jahren gleich dreimal den Europapokal der Landesmeister. Die Rolle Rummenigges wurde dabei mit jedem Jahr größer, so dass er nach dem Abgang der Weltmeistergeneration von 1974 zum prägenden Gesicht des Vereins wurde. 1982 schließlich schien die Rückkehr der Bayern auf den internationalen Thron anzustehen. Im Finale des Landesmeisterpokals vergab Rummenigge aber zahlreiche Großchancen und Bayern verlor mit 0:1

Frankreichs Präsident Mitterrand hatte Respekt vor Rummenigge

Welchen Respekt der Stürmer allerdings dennoch in ganz Europa genoss, zeigt eine Anekdote von der WM 1982. Dort hatte sich Rummenigge eigentlich einen Muskelfaserriss zugezogen. Als Deutschland im Halbfinale gegen Frankreich in der Verlängerung allerdings in Rückstand geriet, zog Bundestrainer Jupp Derwall seinen letzten Joker und schickte Rummenigge aufs Feld. Der auf der Tribüne sitzende französische Präsident Francois Mitterrand kommentierte dies mit dem entsetzten Ausruf: „Mon dieu, Rümmenisch!“ Tatsächlich erzielte Rummenigge den 2:3-Anschlußtreffer und hatte somit maßgeblichen Anteil daran, dass sich die deutsche Mannschaft ins Elfmeterschießen retten und dort den Finaleinzug perfekt machen konnte.

Rekordablöse sorgte für die Sanierung der Bayern-Finanzen

Zwei Jahre später schließlich endete Rummenigges Zeit im Bayertrikot. Für die Ablösesumme von rund zehn Millionen Mark wechselte er zu Inter Mailand. Wie Bayern-Manager Uli Hoeneß später einmal erzählte, war die Rummenigge-Ablöse von entscheidender Bedeutung bei der Sanierung der Vereinsfinanzen. Anschließend schwang sich der FC Bayern dann zum finanziellen Krösus der Liga auf. In Mailand war Rummenigge allerdings zunehmend von Verletzungen geplagt, so dass er die hohen Erwartungen dort nicht erfüllen konnte. Ab 1987 ließ er seine Karriere daher bei Servette Genf in der Schweiz ausklingen. Das verlorene WM-Finale 1986 war zudem Rummenigges letzter Auftritt im DFB-Trikot.

Wann spielte Karl-Heinz Rummenigge?

Vereine  
JahreVereinSpiele (Tore)1
1974 - 1984FC Bayern München310 (162)
1984 - 1987Inter Mailand64 (24)
1987 - 1989Servette FC Genève50 (34)
Nationalmannschaft
1975Deutschland B1 (0)
1976 - 1986Deutschland95 (45)

Was macht Karl-Heinz Rummenigge heute?

Heute ist Rummenigge einer der einflussreichsten Funktionäre der Welt

Nach seiner Profikarriere arbeitete Rummenigge zunächst als Co-Kommentator bei der ARD. In dieser Funktion kommentierte er auch den Titelgewinn der deutschen Mannschaft bei der WM in Italien 1990. Bereits 1991 wurde er zudem bei den Bayern zum Vizepräsidenten gewählt und behielt diese Funktion bis 2002. Als die Fußballabteilung schließlich in eine AG umgewandelt wurde, wechselte Rummenigge dort auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Rummenigge gilt auch international als bestens vernetzt und ist unter anderem erster Vorsitzender der European Club Association, einer Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine. Unter Rummenigge als Vorstandsvorsitzendem konnte der FC Bayern, neben zahlreichen nationalen Titeln, 2013 die Champions League gewinnen.

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