Julian Nagelsmann hat am Donnerstag um 14 Uhr die DFB Kader Nominierung angekündigt und stellt damit für einige Nationalspieler den American Dream infrage. Der Bundestrainer will das Aufgebot für die Länderspielpause sowie die Sommerplanung in Nordamerika vorstellen. Bereits kurz danach müssen mehrere Wackelkandidaten um ihre Teilnahme an den Tests gegen die Schweiz (27. März in Basel) und Ghana (30. März in Stuttgart) bangen. Namen wie Said El Mala, Lennart Karl oder Spieler wie Deniz Undav aus Stuttgart und Köln stehen laut Aussagen Nagelsmanns besonders auf der Kippe.
Foto: Thomas Boecker/DFB
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Nagelsmann kündigt kontroverse DFB-Nominierung an
Der Bundestrainer stellte klar, dass seine Nominierung Entscheidungen enthalten werde, die „vermutlich nicht auf supergroßes Verständnis stoßen“. Nagelsmann betonte, er werde bewusst auch Vereins-Stammspieler außen vor lassen, wenn deren Rolle im Team nicht passe. Damit signalisiert er: Die nächste DFB Kader Nominierung folgt weniger dem Status quo im Verein als dem Bedarf für die Nationalmannschaft.
Gefährdete Kandidaten für den DFB-Kader: El Mala, Karl, Mittelstädt & Co.
Aus dem Umfeld der Auswahl werden mehrere Namen als akut gefährdet genannt: Said El Mala vom 1. FC Köln, Lennart Karl (zuletzt beim Rekordmeister weniger präsent) sowie die Stuttgarter Kandidaten Maximilian Mittelstädt, Jamie Leweling und Angelo Stiller. Auch Nick Woltemade und Niclas Füllkrug gelten wegen Formkrisen oder Rollenfragen als unsichere Fälle. Gleichzeitig gilt Deniz Undav nach eigenen Aussagen aktuell als geklärt und nahezu gesetzt.
Rollenverteilung und WM-Planung entscheiden
Nagelsmann macht die Rollenzuteilung zum zentralen Auswahlkriterium: „Du musst extrem darauf achten, wie ein Spieler damit umgeht, wenn er bei uns Kaderplatz 15 oder 16 ist“, sagte er. Wer im Verein als Top-Joker funktioniert, könne in der Nationalmannschaft genau jene Wirkung bringen, die für den Turnierverlauf wichtig ist. Er will in der kommenden Woche persönliche Rollengespräche führen und erwartet, dass nicht alle Spieler eine Reservistenrolle kampflos akzeptieren.
Verletzungen, Klubfokus und WM-Kadernähe
Nagelsmann bezeichnete die Lage als „super-komplex“ — Liga- und Europapokalphase sind Crunchtime. Deshalb könnte er vereinzelt ein Auge zudrücken, um Spielern volle Konzentration auf ihren Klub zu ermöglichen, konkret nannte er Jamal Musiala und Antonio Rüdiger. Musiala müsse Nagelsmann „unbedingt mal wieder sehen“, fügte er hinzu. Nagelsmann betont: Der endgültige Kader soll „artverwandt“ sein mit dem, mit dem man zur WM reisen will; Änderungen dürften nur durch Verletzungen oder überraschende Leistungssteigerungen kommen.
Die Nominierungen werden unmittelbar vor der Pressekonferenz vorgestellt; einige Kandidaten müssen bis 14.00 Uhr zittern — dann kann ihr American Dream schon platzen.