Mit dem Testspiel in der Schweiz beginnt heute die Vorbereitung der Nationalmannschaft – und im Fokus steht eine neue Nagelsmann-Offensivtaktik, der sogenannte 10-Meter-Trick. Die Idee: Durch gezielte Positionswechsel 10 Meter nach vorne das Spiel variabler und offensiver gestalten. Bundestrainer Julian Nagelsmann will mit diesem Mix die starre Ordnung der WM-Quali aufbrechen und Variabilität schaffen. Die „Aufstellung Deutschland heute“ soll diesen taktischen Schritt widerspiegeln und erste Erkenntnisse liefern (20.45 Uhr/ RTL).
Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- Testspiel in der Schweiz: Vorbereitung beginnt (20.45 Uhr/ RTL)
- Nagelsmanns Ankündigung: Mix statt identisches System
- Taktik-Trick erklärt: Formationswechsel mit Ballbesitz
- Rollenverteilung: Kimmich, Goretzka und die Offensiven
- Kimmich erklärt den 10-Meter-Trick
- Nagelsmanns Fokus: Einspielen und offensiver Ballbesitz
Testspiel in der Schweiz: Vorbereitung beginnt (20.45 Uhr/ RTL)
Mit dem Testspiel in der Schweiz startet heute (20.45 Uhr/ RTL) die Vorbereitung. Es geht darum, sich für die Endrunde im Sommer einzuspielen. Gleichzeitig steht die Gelegenheit, die neue Nagelsmann-Offensivtaktik im Live-Betrieb zu prüfen. Sind wir mit diesem Trick 10 Meter näher dran am WM-Titel?

Nagelsmanns Ankündigung: Mix statt identisches System
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) kündigte an: „Wir haben bei der WM-Quali in jedem Spiel eigentlich identisch gespielt. Jetzt wird es einen Mix geben, um die nötige Variabilität zu haben. Von der einen Ordnung auf die andere gibt es genau zwei Positionswechsel – 10 Meter nach vorne.“ Nagelsmann macht damit deutlich, dass das Team flexibler werden soll. Das statische Spielsystem der Qualifikation soll aufgebrochen werden, um das taktische Repertoire zu erweitern.
Taktik-Trick erklärt: Formationswechsel mit Ballbesitz
Während im gegnerischen Ballbesitz klassisch 4-2-3-1 gespielt wird, wechselt das System mit Ball auf ein sehr variables 3-4-1 oder sogar 3-2-3-2. Die Idee: in Ballbesitz die Ordnung verändern, um Überzahl- und Raumvorteile zu erzeugen. Dadurch soll das Team taktisch schwerer ausrechenbar werden. Solche Formationswechsel betreffen den Spielaufbau, die Positionsspiel-Phasen und das Verschieben in der Pressing- und Defensivstruktur.
Rollenverteilung: Kimmich, Goretzka und die Offensiven
Kimmich schiebt sich von der Rechtsverteidiger-Position 10 Meter vor und macht als Sechser den Spielaufbau. Goretzka schiebt ebenfalls 10 Meter vor auf die Zehner-Position. Gerade er spielt dabei als defensivstarkes aber auch torgefährliches Bindeglied in der Mitte eine entscheidende Rolle – ein Grund, warum er bei Nagelsmann gesetzt ist, obwohl er bei Bayern oft nur auf der Bank sitzt.
Angriffsspieler und Flexibilität
Vorne können dadurch abwechselnd und flexibel die Offensiven wie Wirtz, Sané, Gnabry oder der aktuell noch fehlende Musiala als zweiter Stürmer in die Spitze stoßen. Das DFB-Team wird deutlich offensiver, ist flexibler und schwerer auszurechnen. Die Variabilität im Mittelfeld und die dynamische Staffelung sollen für mehr Ballbesitz und effektivere Angriffsphasen sorgen.
Kimmich erklärt den 10-Meter-Trick
Kimmich erklärt den 10-Meter-Trick so: „Da geht es Julian viel um den Spielaufbau, dass man den variabler gestalten kann, je nachdem, wie die Positionierung des einen oder anderen ist. Ich weiß nicht, ob ich da so sehr ins Detail gehen soll. Ich hoffe, dass man das dann in den Spielen erkennt.“ Am besten schon heute! Kimmich gibt aber zu, dass es so einfach dann doch nicht ist: „Wenn ich es jetzt meiner Mutter erkläre, die wird sich sicher ein bisschen schwerer tun…“
Nagelsmanns Fokus: Einspielen und offensiver Ballbesitz
Nagelsmann machte gestern klar, wo sein Fokus in den beiden Länderspielen liegt: „Ein-spielen!“ Das DFB-Team will mit Ball maximal offensiv sein, ohne dabei – wie oft in der Vergangenheit – hinten zu offen zu sein. Der Trainer strebt an, Ballbesitzphasen mit offensiver Zielsetzung zu verbinden und zugleich defensive Stabilität zu bewahren. Der entscheidende Trick für den WM-Titel!