Das neue Deutschlandtrikot feierte sein Pflichtspieldebüt – doch statt Glanz gab es lange Ratlosigkeit. Die deutsche Nationalmannschaft mühte sich im vorletzten Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2026 zu einem 2:0-Erfolg gegen Luxemburg. Trotz eines nominell starken B-Teams zeigte die DFB-Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann eine erschreckend schwache erste Halbzeit. Erst Nick Woltemade sorgte nach dem Seitenwechsel für die dringend benötigten Treffer.
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Neues Trikot, alte Probleme: Fehlstart trotz 400-Millionen-Elf
Die Erwartungen waren klar: ein souveräner Auftritt gegen einen Gegner aus der vierten Reihe des Weltfußballs. Doch was die 9214 Zuschauer im Stade de Luxembourg in der ersten Halbzeit sahen, war das genaue Gegenteil. Ohne den angeschlagenen Kapitän Joshua Kimmich sowie weitere Stammkräfte wirkte die deutsche Elf planlos. Anton leistete sich ungewohnte Fehler, die Defensive war anfällig, das Mittelfeld ohne Takt. Trotz teurem Kader: Tempo, Struktur und Ideen fehlten nahezu komplett.
Woltemade trifft doppelt – Sané glänzt als Vorbereiter
Der DFB-Auftritt besserte sich erst nach der Pause – und das dank zweier Akteure: Leroy Sané und Nick Woltemade. Der Rückkehrer bereitete das 1:0 mit einem Sprint und einem punktgenauen Zuspiel vor, das Woltemade eiskalt verwertete. Auch das 2:0 ging auf dieses Duo zurück – über Baku landete Sanés Pass erneut bei Woltemade, der seinen Doppelpack schnürte. Luxemburg blieb allerdings gefährlich und kam zu Chancen – zu viel für ein Team mit diesem Anspruch.
Zwischen Experiment und Ergebnissicherung
Nagelsmann nutzte die Gelegenheit zur Rotation: Tah führte das Team als Kapitän, Goretzka musste nach einer riskanten Gelbsituation runter, Baumann stand überraschend häufig im Fokus. Sané erhielt eine erneute Bewährungschance – und nutzte sie. Dennoch blieb die Gesamtleistung unter dem Strich enttäuschend. Für eine Mannschaft mit WM-Ambitionen war der Auftritt gegen Luxemburg mehr Warnung als Werbung.
Jetzt zählt’s: Endspiel gegen die Slowakei
Am Montag kommt es in Leipzig zum Showdown gegen die Slowakei. Ein Unentschieden genügt, um das WM-Ticket direkt zu buchen. Kimmich, Schlotterbeck und Adeyemi dürften dann zurückkehren. Doch die Frage bleibt: Reicht diese Leistung, um sich auch gegen ernsthafte Konkurrenz zu behaupten? Klar ist: Das neue Deutschlandtrikot wird nicht durch Design Geschichte schreiben – sondern durch das, was auf dem Platz passiert.