Deutschland bestreitet am Samstag (20.6.) gegen die Elfenbeinküste sein zweites WM-Spiel – im weißen Heimtrikot. Anstoß im Toronto Stadium ist um 22:00 Uhr MESZ, live im ZDF und bei MagentaTV. Hier kommen die voraussichtlichen Aufstellungen und die Personallage.
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Voraussichtliche Aufstellungen: Deutschland – Elfenbeinküste
Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck, Brown – F. Nmecha, Pavlovic – L. Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. Trainer: Nagelsmann.
Elfenbeinküste: Y. Fofana – G. Doué, Singo, Ndicka, Konan – Kessié, S. Fofana – Amad, Y. Diomande – Pepé, Wahi. Trainer: Faé.
Schiedsrichter: Juan Gabriel Benitez (Paraguay).
Bank Deutschland: Baumann, Nübel, Anton, Raum, Rüdiger, Thiaw, Amiri, Goretzka, P. Groß, Ouedraogo, Stiller, Beier, Leweling, Undav, Woltemade.
Das ist zur Aufstellung zu erwarten
Bei Deutschland deutet vieles auf Kontinuität nach dem 7:1 hin: Nagelsmann dürfte erneut auf das Kreativtrio Musiala, Wirtz und Sané hinter Mittelstürmer Havertz setzen, Kimmich und Pavlovic bilden die Zentrale, im Tor steht Manuel Neuer. Bei der Elfenbeinküste könnte neben Evan Ndicka auch Odilon Kossounou (beide angeschlagen) in die Innenverteidigung rücken, Wilfried Singo würde nach rechts wechseln. Matchwinner Amad Diallo dürfte diesmal von Beginn an starten; eine Variante ist ein 4-3-3.
Die Defensiv-Maschine der Elfenbeinküste
Die Ivorer kommen mit einer beeindruckenden Defensivbilanz nach Toronto: In den zehn Spielen der WM-Qualifikation kassierten sie kein einziges Gegentor, auch beim 1:0 gegen Ecuador blieb die Null stehen. Gegen Ecuador verteidigte mit Wilfried Singo (Galatasaray) und Emmanuel Agbadou (Besiktas) allerdings nur die Zweitbesetzung im Zentrum. Gegen Deutschland könnten der frühere Leverkusener Odilon Kossounou (Atalanta Bergamo) und der Ex-Frankfurter Evan Ndicka (AS Rom) in die Startelf zurückkehren – ein „kompromissloses Pärchen“, zwei Innenverteidiger-Maschinen, gegen die kein Angreifer gern spielt. Davor bilden die robusten Sechser Franck Kessié (Al-Ahli) und Seko Fofana (FC Porto) eine weitere Wand.
Trainer Emerse Faé kann variieren: Beginnen Kossounou und Ndicka zentral, dürfte der wuchtige Singo – er bereitete das 1:0 gegen Ecuador mit einem unwiderstehlichen Sprint vor – nach rechts in die Viererkette rücken. Auch das System ist nicht festgelegt: Gegen Ecuador und in der Generalprobe gegen Frankreich (2:1) ließ Faé überraschend im 4-4-2 spielen, ehe er auf das gewohnte 4-3-3 umstellte. „Wir wollen die deutsche Mauer zum Einsturz bringen“, kündigt der Coach an. Wie variabel die Elefanten sind, zeigte Rechtsverteidiger Guéla Doué (Straßburg, Bruder von PSG-Star Désiré Doué) gegen Frankreich, als er als Matchwinner traf und vorbereitete.
Tempo-Alarm auf den Flügeln
Die größte Gefahr für die DFB-Abwehr lauert im Umschaltspiel. Mit Yan Diomande (RB Leipzig) und Bazoumana Touré (TSG Hoffenheim) verfügt die Elfenbeinküste über zwei Top-Sprinter: Diomande wurde mit 36,3 km/h gemessen, Touré mit 35,98 km/h. Gegen Ecuador spielte Diomande überraschend rechts, Touré links. Ob das so bleibt oder ob Siegtorschütze Amad Diallo (Manchester United) über rechts startet und Diomande nach links wechselt, ist offen. „Solche Dribbler muss man als Mannschaft verteidigen, da müssen viele hinter den Ball kommen“, warnt Weltmeister Philipp Lahm.
Die deutsche Personalfrage: Bleibt Sané?
Bei Deutschland dreht sich die größte Debatte um Leroy Sané, der gegen Curaçao mit der kicker-Note 4 der schwächste Offensivmann war. Für ein Bleiben spricht, dass es nach der schweren Verletzung von Lennart Karl kaum eine echte Alternative auf dem rechten Flügel gibt – Jamie Leweling ist eher Flankengeber, Deniz Undav als „Top-Top-Joker“ womöglich wertvoller von der Bank. Kapitän Joshua Kimmich blüht unter Nagelsmann offensiv auf (17 Scorerpunkte in der Ära Nagelsmann), genau auf seiner Seite bot Deutschland gegen Curaçao aber Räume an. „Wir müssen an der Stabilität arbeiten und weniger Gegentore bekommen“, fordert Kimmich, der die Ivorer als „große Herausforderung“ einstuft. Es geht um Gruppenplatz 1 – verliert die DFB-Elf, ist die Tabellenführung futsch.
So liefen die letzten Spiele
Deutschland ist in Topform: Dem 7:1 gegen Curaçao gingen 2026 ein 4:3 gegen die Schweiz, ein 2:1 gegen Ghana, ein 4:0 gegen Finnland und ein 2:1 gegen die USA voraus – zehn Siege in Serie. Die Elfenbeinküste gewann zum Auftakt 1:0 gegen Ecuador. Das einzige direkte Duell endete 2009 2:2 (Podolski-Ausgleich in der Nachspielzeit).
Termin, Anstoß und Übertragung
- Wann? Samstag, 20. Juni 2026, 22:00 Uhr MESZ
- Wo? Toronto Stadium (BMO Field), Toronto
- TV: ZDF und MagentaTV
Alle Details zur Übertragung findest du in unserem Artikel Wer überträgt Deutschland gegen Elfenbeinküste? und zum Spielort unter Wo wird gespielt? Mehr zum DFB-Team bei der WM: DFB bei der WM 2026.