Der Traum vom Titel ist geplatzt: Die deutschen Fußballerinnen haben das Finale der UEFA Nations League gegen die spanische Auswahl deutlich mit 0:3 verloren. In einer hitzigen Atmosphäre im Estadio Metropolitano von Madrid musste sich das Team von Bundestrainer Christian Wück, nachdem sie im Hinspiel bereits einen torlosen Ausgang erlebt hatten, erneut geschlagen geben. Statt des erhofften ersten Triumphes seit dem Olympiasieg 2016 bleibt der DFB-Auswahl nur die bittere Erkenntnis, dass sie wieder einmal an einer wichtigen Hürde gescheitert ist.
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Ein Spiel, das nur eine Richtung kannte
Die ersten Minuten des Spiels machten bereits deutlich, dass die deutsche Auswahl vor einer Herausforderung steht. Die Spanierinnen, die Vize-Europameisterinnen, starteten offensiv und setzten die DFB-Frauen sofort unter Druck. Bereits in der 5. Minute hätte es für Deutschland gefährlich werden können, als Esther González das Tor nur knapp verfehlte. Auch die Weltfußballerin Alexia Putellas stellte die deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger vor einige Probleme mit einem Kopfball, der jedoch pariert wurde. Das DFB-Team fand erst langsam ins Spiel und konnte zunächst ohne größere Gefahr agieren.
Spanische Effizienz bringt die Entscheidung
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der beide Teams Chancen vergaben, zeigte Spanien nach dem Seitenwechsel seine ganze Klasse. Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff war es Claudia Pina, die durch einen präzisen Schuss ins Eck das 1:0 erzielte. Während das deutsche Team nun verunsichert wirkte und keine passende Antwort fand, nutzten die Spanierinnen ihre Gelegenheiten eiskalt. Mit einem weiteren Treffer von Vicky López und einem sehenswerten Schuss von Pina aus 20 Metern wurde der Traum vom Titel endgültig begraben.
Ein Abend der Enttäuschungen für das DFB-Team
Der Ausgang des Spiels erinnerte schmerzhaft an die Niederlage im EM-Halbfinale vor einigen Monaten, als das deutsche Team ebenfalls gegen Spanien unterlag. Kapitänin Giulia Gwinn und ihre Mitspielerinnen hatten sich viel vorgenommen, doch am Ende war die deutsche Auswahl im brodelnden Stadion chancenlos. Trotz des großen Publikums mit über 58.000 Fans, darunter auch der spanische König Felipe VI., gelang es dem DFB-Team nicht, sich zu motivieren oder neue Impulse zu setzen.
Der Blick nach vorn
Nach dieser Niederlage erwartet das DFB-Team nun intensive Analysegespräche, während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereits einen Blick auf die zukünftigen Herausforderungen wirft. Am Mittwoch reisen die Verbandsvertreter nach Nyon, wo sie auf eine positive Entscheidung für die Ausrichtung der Frauen-EM 2029 hoffen. Die Enttäuschung über die verpasste Titelchance bleibt jedoch, während das Team gewappnet in die Vorbereitung auf kommende große Turniere geht. Es bleibt abzuwarten, ob sie ihre Lehren aus dieser Niederlage ziehen werden, um in der Zukunft erfolgreicher zu sein.