FC Bayern München wird vorzeitig Meister und hofft auf das Triple! Gutes Omen für die WM 2026?

Der FC Bayern hat die 35. deutsche Meisterschaft zwar souverän eingetütet, doch die Feier blieb bewusst klein. Statt großer Party und Weißbierduschen standen Familienabend, Meister-Kakadu und der Blick auf das nächste große Ziel im Mittelpunkt. Nun steht das DFB Pokal Halbfinale an und in 2 Wochen die Champions League. Das Triple ist machbar, danach für viele Bayern-Spieler die Fußball WM 2026. Gutes Omen für die deutsche Nationalmannschaft? Einerseits gibt es für die deutschen Nationalspieler dann eine kurze WM-Vorbereitung, andererseits reisen diese Spielr dann mit Rückenwind und sind heiß auf den nächsten Titel. Im WM 2014 Finale standen sieben Spieler auf dem Platz vom FC Bayern. Immer wenn Bayern-Spieler das Grundgerüst der Nationalmannschaft stellten, gewann Deutschland den Titel. Das Modell funktioniert seit über 50 Jahren – eine eingespielte Klubachse als Rückgrat der Nationalelf.

Leon Goretzka (#8) vom FC Bayern München hält die legendäre Kakadu-Porzellanfigur in die Höhe, während das Team die Bundesliga-Meisterschaft nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Allianz Arena in München am 19. April 2026 feiert. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)
Leon Goretzka (#8) vom FC Bayern München hält die legendäre Kakadu-Porzellanfigur in die Höhe, während das Team die Bundesliga-Meisterschaft nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Allianz Arena in München am 19. April 2026 feiert. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)

Feier mit angezogener Handbremse

In der Players‘ Lounge der Arena trafen sich die Münchner nach dem 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart zu einem gemütlichen Essen mit ihren Familien und dem inzwischen berühmten Kakadu. Die Stimmung war gelöst, aber schnell auf Zukunft ausgerichtet, denn die Titelsaison soll für den Rekordmeister erst der Anfang einer perfekten Spielzeit sein.

„Es ist noch nicht vorbei, es geht weiter. Ich möchte gerne noch weiter genießen. Ab jetzt geht es nur darum, was wir noch erreichen können. Bei uns ist immer Vollgas. Jetzt braucht es natürlich diesen totalen Fokus“, sagte Vincent Kompany im weißen Meistershirt, auf dem der Kakadu mit der Meisterschale prangte. Sein kurzer Gefühlsausbruch vor den jubelnden Fans in der Allianz Arena war da längst wieder abgehakt.

Der klare Durchmarsch zur Meisterschaft soll für die Bayern nur der Auftakt emotionaler Festwochen sein. Am Sonntagabend wurde deshalb bewusst gebremst gefeiert, am Montag begann bereits die Vorbereitung auf das nächste große Ziel.

Berlin, Budapest und PSG im Blick

„Wir haben den wichtigsten Titel gewonnen. Aber es ist ‚more to come‘. Wir wollen unbedingt mal wieder nach Berlin“, betonte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit Blick auf das Pokal-Halbfinale am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) bei Bayer Leverkusen. „Wir wissen, wie wichtig das auch für die Fans ist“, ergänzte Harry Kane.

Erstmals seit 2020 könnte Bayern wieder nach Berlin fahren – und danach weiter nach Budapest, wo am 30. Mai das Finale der Champions League steigt. Auf dem Weg dorthin wartet allerdings noch das Gigantenduell mit Titelverteidiger Paris Saint-Germain am 28. April und 6. Mai. Trotzdem ist die Zuversicht groß, auch bei Sportvorstand Max Eberl: „Wir wollen noch mehr Pokale.“

Der Klub schrieb auf seiner Homepage überschwänglich, man wolle „mit dem Kakadu bis zu den Sternen fliegen“. Der Vogel war bereits nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr zum Kult-Maskottchen geworden, als die Stars im Feinkostrestaurant Käfer in München feierten und die Porzellanfigur mitnahmen.

Lob für Kompany und der Kakadu als Glücksbringer

Vor allem der neue Erfolgstrainer erhält viel Lob. „Vincent Kompany ist wirklich ein Glücksfall für uns, das muss man echt sagen: Das ist wie ein Sechser im Lotto“, schwärmte Präsident Herbert Hainer, der auf der Tribüne mit Uli Hoeneß, Dreesen und weiteren Verantwortlichen mit einem Weißbier anstieß. Der 40 Jahre alte Belgier strahle „eine Ruhe aus und wirkt unheimlich positiv nach außen“, sagte Hainer weiter: „Das tut uns allen gut, das tut der Mannschaft gut, das tut auch uns als Verein gut. Und insofern ist ihm ein großer Teil dieses Erfolges, den wir haben, zuzuschreiben.“

Auch Dreesen hob die „außergewöhnliche“ Arbeit des Übungsleiters hervor: „Das macht echt Spaß.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach von einer Mannschaft, die Kompany „in beeindruckender Weise gelungen“ geformt habe, und betonte, der Titel sei nicht nur souverän, sondern auch mit einer herausragenden Teamleistung und spektakulär gewonnen worden. Harry Kane nannte Kompany ebenfalls „ein super Typ“, fügte aber hinzu: Er wisse, „dass er spätestens heute Abend schon an Mittwoch denken wird und sich Leverkusen-Clips anschaut, um zu sehen, wie wir dann gewinnen können.“

„Wir werden“, sagte Kompany, „eine gute Vorbereitung brauchen. Und dann glaube ich, dass wir mit ganzem Glauben nach Leverkusen gehen.“ Der Kakadu bleibt vorerst in München, soll in Berlin und Budapest aber wieder als Glücksbringer dabei sein – dann auch bei den Weißbierduschen.