Am Sonntagabend trifft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Rückspiel des Nations-League-Viertelfinals auf Italien. Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel geht das Team von Julian Nagelsmann mit einem kleinen Vorteil in das Duell. Doch beim Personal bleibt der Bundestrainer geheimniskrämerisch. Nur zwei Startelfspieler stehen fest: Torwart Oliver Baumann und Mittelfeldmotor Leon Goretzka. Hier der weitere Spielplan der Länderspiele der Nationalmannschaft.
Aufstellung Update 19:30 Uhr – So spielt Deutschland gegen Italien! Es rücken Stiller, Mittelstädt und Kleindienst in die Startelf, Burkhard, Groß & Amiri nehmen auf der Bank platz.
1 Baumann – 4 Tah, 2 Rüdiger, 15 Schlotterbeck – 6 Kimmich, 16 Stiller, 8 Goretzka, 18 Mittelstädt – 19 Sané, 10 Musiala – 9 Kleindienst
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Taktik bleibt unter Verschluss – Nagelsmann setzt auf Überraschung
Julian Nagelsmann hält seine Karten bewusst verdeckt. Nicht einmal die Spieler wussten nach dem Abschlusstraining, wer am Abend in der Startelf stehen wird. Die Maßnahme soll Gegner Luciano Spalletti die Vorbereitung erschweren. Im Hinspiel setzte Nagelsmann phasenweise auf zwei kompakte Viererketten und ließ Leroy Sané in die zentrale Position einrücken – ein Ansatz, der im Rückspiel erneut eine Rolle spielen könnte.
Klar ist: Baumann bleibt im Tor, Goretzka bekommt nach starker Leistung wieder das Vertrauen. Auch Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah, Jamal Musiala und Leroy Sané dürfen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Beginn an ran.
1 Baumann – 4 Tah, 2 Rüdiger, 15 Schlotterbeck – 6 Kimmich, 16 Stiller, 8 Goretzka, 18 Mittelstädt – 19 Sané, 10 Musiala – 9 Kleindienst
Wer spielt? Rätselraten um Aufstellung – Optionen in allen Mannschaftsteilen
Fragezeichen stehen vor allem hinter der Besetzung der Linksverteidigerposition sowie des Sturmzentrums. David Raum wackelt, weil über seine Seite das Hinspiel-Gegentor fiel. Nico Schlotterbeck ist eine mögliche Alternative. Im Mittelfeld könnte Pascal Groß erneut starten, während im Offensivbereich Amiri, Undav, Leweling und Adeyemi auf Einsatzminuten hoffen dürfen. Jonathan Burkardt konnte krankheitsbedingt nicht trainieren und droht auszufallen. Im Sturmzentrum könnte dafür Tim Kleindienst eine Chance bekommen.
Mögliche Startelf Deutschland:
Baumann – Kimmich, Tah, Rüdiger, Schlotterbeck – Groß, Goretzka – Sané, Amiri, Musiala – Kleindienst
Italien setzt erneut auf Dreierkette – Spalletti muss umbauen
Luciano Spalletti setzt voraussichtlich wieder auf ein 3-5-2-System. Die Abwehr soll um Bastoni und Calafiori aufgebaut werden, wobei Letzterer angeschlagen ist. Auch Dimarco und Cambiaso sind fraglich. Sicher dagegen ist der Einsatz von Keeper Gianluigi Donnarumma und Mittelfeldmotor Nicolò Barella. Im Sturm könnten Moise Kean und Giacomo Raspadori erneut beginnen, da Torjäger Mateo Retegui verletzt ausfällt.
Mögliche Startelf Italien:
Donnarumma – Di Lorenzo, Bastoni, Calafiori – Barella, Tonali – Politano, Ricci, Udogie – Raspadori, Kean
Deutschland mit Rückenwind – Statistik spricht für das DFB-Team
Seit sieben Spielen ist Deutschland gegen Italien ungeschlagen – eine Serie, die auch im 39. Aufeinandertreffen halten soll. Das Hinspiel wurde mit 2:1 gewonnen, dazu kommt der Heimvorteil in der Partie am Sonntagabend. Dennoch bleibt Italien mit insgesamt 15 Siegen aus 38 Duellen der erfolgreichere der beiden Fußball-Giganten. Für Deutschland geht es nun darum, die kleine Führung zu verteidigen – und gleichzeitig ein Ausrufezeichen in Richtung EM zu setzen.