Mit Lamine Yamal im Aufgebot, aber ohne einen einzigen Profi von Real Madrid, geht Europameister Spanien in die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada. Nationaltrainer Luis de la Fuente nominierte den 18 Jahre alten Offensivspieler des FC Barcelona trotz seiner aktuellen Verletzungssorgen für das XXL-Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli. Mit Alejandro Grimaldo von Bayer Leverkusen steht zudem ein Bundesligaprofi im 26er-Kader – erstmals in der spanischen WM-Geschichte fehlen Spieler von Real Madrid komplett.
De la Fuente stellte klar, dass er bei der Kadernominierung nicht nach Vereinsfarben entscheidet. „Ich bin Nationaltrainer, ich schaue nicht auf den einen oder anderen Verein. Ich habe nicht diesen Lokalpatriotismus, den ein Fan haben kann“, sagte der 64-Jährige mit Blick auf die ausbleibenden Real-Spieler und ergänzte: „Wenn wir einen Kader nominieren, beschäftigen wir uns monatelang damit. Wir sind zufrieden, denn als wir die Liste endgültig festgelegt haben, konnten wir ruhig schlafen.“
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Barcelona prägt den WM-Kader
Besonders stark ist der Einfluss von Meister Barcelona, von dem neben Yamal auch Pau Cubarsi, Eric Garcia, Pedri, Dani Olmo, Ferran Torres, Gavi und Torhüter Joan Garcia berufen wurden. Insgesamt stellt der Klub damit acht Akteure im spanischen WM-Aufgebot.
Aus der Premier League kamen ebenfalls mehrere Leistungsträger: David Raya und Martín Zubimendi vom FC Arsenal, Rodri von Manchester City sowie Marc Cucurella vom FC Chelsea wurden nominiert. Dazu stehen auch Nico Williams, der wie Yamal wegen Muskelproblemen seine Saison im Klub vorzeitig beenden musste, sowie Stammkeeper Unai Simón von Athletic Bilbao im Aufgebot.
Spanien startet gegen Kap Verde
Das Team von de la Fuente trifft zum Auftakt der Gruppe H am 15. Juni in Atlanta auf Debütant Kap Verde. Danach warten Saudi-Arabien am 21. Juni und Uruguay am 27. Juni auf die Spanier.
Der spanische WM-Kader nach Positionen
Torwart: Unai Simón (Athletic Club), David Raya (Arsenal FC), Joan Garcia (FC Barcelona)
Abwehr: Pedro Porro (Tottenham Hotspur), Marcos Llorente (Atlético de Madrid), Aymeric Laporte (Athletic Club), Pau Cubarsí (FC Barcelona), Marc Pubill (Atlético de Madrid), Eric Garcia (FC Barcelona), Marc Cucurella (Chelsea FC), Alejandro Grimaldo (Bayer 04 Leverkusen)
Mittelfeld: Rodrigo Hernández (Manchester City FC), Martín Zubimendi (Arsenal FC), Pedri González (FC Barcelona), Fabián Ruiz (Paris Saint-Germain), Mikel Merino (Arsenal FC), Pablo Páez ‚Gavi‘ (FC Barcelona), Álex Baena (Atlético de Madrid)
Sturm: Mikel Oyarzabal (Real Sociedad de Fútbol), Lamine Yamal (FC Barcelona), Ferran Torres (FC Barcelona), Borja Iglesias (RC Celta), Dani Olmo (FC Barcelona), Víctor Muñoz (CA Osasuna), Nico Williams (Athletic Club), Yeremy Pino (Crystal Palace FC)