Julian Nagelsmann überrascht im großen kicker-Interview mit einer konkreten Skizze seiner WM 2026 Startelf und liefert damit erstmals klare Personalentscheidungen für den deutschen DFB Kader zur Fußball WM 2026. Oliver Baumann (Hoffenheim) rückt durch Marc-André ter Stegens neuerliche Verletzung auf die Nummer 1. Joshua Kimmich ist fest als Rechtsverteidiger eingeplant, im defensiven Mittelfeld zeichnet sich eine Doppel-Sechs mit Leon Goretzka und entweder Aleksandar Pavlović oder Felix Nmecha ab. Auffällig: Nachwuchsspieler Nick Woltemade spielt in Nagelsmanns aktueller Aufstellung keine zentrale Rolle, während Kai Havertz als Spitze gesetzt erscheint. Am 14. Juni startet die DFB-Elf gegen Curaçao.
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Nagelsmanns aktuelle WM-Startelf
Nagelsmann skizziert eine klare Formation:
Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Goretzka, Pavlović – Wirtz, Musiala, Gnabry – Havertz.
Diese Aufstellung spiegelt seinen aktuellen Plan 100 Tage vor dem Turnier wider. Gleichzeitig bleiben Fragen offen, vor allem wegen Verletzungen und Formschwankungen einzelner Kandidaten. Nagelsmann betont aber seine Vorstellung einer stabilen Grundformation, an der er festhält.
Defensive im WM 2026 Kader
In der Defensive setzt Nagelsmann auf eine stabile Achse. Oliver Baumann darf dank ter Stegens Verletzung fest mit der Nummer‑1‑Rolle rechnen; der Bundestrainer lobt ihn als „herausragenden Torwart“ und sagt: „Auf der Torhüterposition haben wir gar keine Bauchschmerzen.“
Nico Schlotterbeck gilt in Nagelsmanns Plan als unumstrittene Konstante und wird als „ein unfassbar wichtiger Spieler“ beschrieben. Jonathan Tah, beim Rekordmeister stabilisiert, hat gute Chancen, Schlotterbecks Partner in der Innenverteidigung zu werden. David Raum ist auf der linken Seite gesetzt, Antonio Rüdiger bleibt abhängig von seinem Comeback eine Option.
Sechser und Mittelfeldzentrale im WM 2026 Kader
Für das Zentrum plant Nagelsmann mit einer Doppel‑Sechs: Leon Goretzka soll die Dynamik und Präsenz ins Mittelfeld bringen und erhält überraschend klare Chancen trotz reduzierter Einsatzzeiten beim Verein. Neben ihm kämpfen Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha um die zweite Sechser‑Position. Nagelsmann beschreibt Pavlović als „super‑konstant“, während Nmecha größere Schwankungen, aber auch besondere Momente zeigt.
Joshua Kimmich bleibt ein fixer Bestandteil der Startelf, aber nicht als klassischer Sechser: Nagelsmann plant ihn weiterhin als Rechtsverteidiger ein und begründet das mit fehlenden Alternativen auf dieser Seite. Die Balance zwischen Stabilität und Wucht in der Zentrale bleibt damit ein zentrales Auswahlkriterium.
Offensive im WM 2026 Kader: Havertz, Musiala, Wirtz und die Flügel
Kai Havertz soll die Spitze bilden, sofern er körperlich unbelastet bleibt. Jamal Musiala arbeitet sich nach längerer Ausfallzeit zurück ins Mannschaftstraining – Nagelsmann bewertet ihn positiv: „Er wird immer besser, bewegt sich immer runder.“
Auf den Flügeln kämpfen Serge Gnabry und Leroy Sané um Einsatzzeiten; Nagelsmann erwartet in den Länderspielen weitere Hinweise zur Form. Florian Wirtz, derzeit mit Rückenproblemen, sieht der Bundestrainer als zentrale Offensivkraft, der sich bei seinem Klub eine Rolle erarbeitet hat. Nachwuchsspieler wie Nick Woltemade bekommen zwar Anerkennung, spielen in der aktuellen Aufstellung aber keine hervorgehobene Rolle.