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EM Trikots 1996: DFB-Team zum dritten Mal Europameister

Nach der verpatzten Weltmeisterschaft 1994 in den USA qualifizierte sich die deutsche Nationalmannschaft mit einigen Problemen, aber dennoch sicher für die Europameisterschaft in England. Allerdings war man sich seitens des DFBs nicht ganz sicher, mit welchen Erwartungen man ins Mutterland des Fußballs fahren sollte. Dennoch war und ist eines klar: Egal bei welchem Turnier, eine deutsche Mannschaft zählt immer zu den Favoriten. Und so steigerte man sich im Verlauf des Turniers und sicherte sich mit etwas Glück und unter Mithilfe des ersten Golden Goals in der Geschichte des Fußballs den dritten EM-Titel.

Die Europameister 1996 aus Deutschland (FOto AFP)
Die Europameister 1996 aus Deutschland (FOto AFP)

Die Deutschen Länderspiele bei der EM 1996

EURO 1996 LänderspieleTeam 1 Team 2ErgebnisDt. TorschützenDeutsches Trikot
Vorrunde09. Jun 96DeutschlandTschechien2:0 (2:0)1:0 Ziege (26.), 2:0 Möller (32.)EM 1996 Heimtrikot in weiß
Vorrunde16. Jun 96DeutschlandRussland3:0 (0:0)1:0 Sammer (56.),2:0 Klinsmann (77.), 3:0 Klinsmann (90.)EM 1996 Heimtrikot in weiß
Vorrunde19. Jun 96ItalienDeutschland0:0-EM 1996 Auswärtstrikot in dunkelgrün
Viertelfinale23. Jun 96DeutschlandKroatien2:1 (1:0)1:0 Jürgen Klinsmann (21., Handelfmeter), 2:1 Matthias Sammer (59.)EM 1996 Heimtrikot in weiß
Halbfinale26. Jun 96EnglandDeutschland1:1 n.V. (1:1, 1:1), 5:6 i.E.1:1 Stefan Kuntz (16.), 1:1 Thomas Häßler, 2:2 Thomas Strunz, 3:3 Stefan Reuter,4:4 Christian Ziege, 5:5 Stefan Kuntz, 5:6 Andreas MöllerEM 1996 Auswärtstrikot in dunkelgrün
Finale30. Jun 96DeutschlandTschechien2:1 n.GG (1:1, 0:0)1:1 Oliver Bierhoff (73.), 2:1 Oliver Bierhoff (95., Golden Goal)EM 1996 Heimtrikot in weiß

Deutschlandtrikot bei der EM 1996

Das Heimtrikot kam traditionell in weiß, besonders schlicht und ohne große Schnörkel daher und war im Kragenbereich mit zwei Knöpfen versehen, die Erinnerungen an ein Polo-Shirt weckten. Über dem in schwarz gehaltenen Verbandslogo prangten erstmals die drei WM-Sterne in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Das Auswärtstrikot war wie schon in den Jahren zuvor grün, wobei von beiden Schultern je drei Streifen in Richtung Brust verliefen, die schmaler wurden. Über dem weißen Verbandslogo leuchteten auch hier erstmals die drei WM-Sterne in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Auch der Kragen besaß eben diese Farben und hatte zusätzlich das DFB-Logo eingearbeitet.

Oliver Bierhoff nach dem Goden Goal im Finale der EURO 1996 (Foto AFP)
Oliver Bierhoff nach dem Goden Goal im Finale der EURO 1996 (Foto AFP)

 

Der Kader der deutschen Nationalmannschaft

Obwohl der Weltmeistertitel in Italien schon sechs Jahre zurücklag, standen mit Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Thomas Häßler, Andreas Möller und Jürgen Klinsmann noch immer fünf WM-Helden im Aufgebot des DFB. Im Tor war Andreas Köpke die Nummer eins, der durch viele Glanzparaden nicht nur zum besten Torwart des Turniers, sondern auch zum Welttorhüter gewählt wurde.

Der Turnierverlauf der deutschen Nationalmannschaft

Im ersten Spiel des Turniers traf Deutschland auf eine junge tschechische Auswahl, die viele Deutschland-Legionäre in ihren Reihen hatten. Schon nach zehn Minuten musste Kapitän Kohler verletzt ausgewechselt werden und fiel auch für den Rest des Turniers aus. Dennoch ließ sich die deutsche Elf nicht davon schocken und wurde immer gefährlicher. In der 25. Minute brachte Christian Ziege die DFB-Elf mit 1:0 in Führung und nach weiteren sieben Minuten erhöhte Andreas Möller, ebenfalls durch einen Weitschuss, auf 2:0. Deutschland verwaltet das Ergebnis bis zum Ende der Partie und gewann abgeklärt das Auftaktspiel.

Juergen Klinsmann mit Stefan Kuntz beim Gewinn der EURO 1996 (Foto aFP)
Juergen Klinsmann mit Stefan Kuntz beim Gewinn der EURO 1996 (Foto aFP)

Als nächstes wartete Russland auf die Mannschaft von Berti Vogts, gegen die man sich besonders in der ersten Hälfte sehr schwer tat und kaum Torchancen erspielte. Erst in der 56. Minute gelang es Matthias Sammer den Ball im russischen Kasten unterzubringen, ehe Klinsmann mit einem Doppelpack (77./90.) den Sack zumachte. Trotz zweier Auftaktsiege benötigte die deutsche Elf aus dem letzten Gruppenspiel gegen Italien noch einen Punkt, um sicher weiterzukommen. Italien war dagegen unter Zugzwang und benötigte einen Sieg. Das Spiel begann denkbar schlecht für Deutschland, denn schon in der neunten Minute gab es einen Elfmeter für die Squadra Azzurra. Doch Gianfranco Zola scheiterte an Andreas Köpke. Die Südeuropäer waren in der Folge weiter das dominantere Team und brachten die deutsche Abwehr gehörig ins Schwimmen. Ein ums andere Mal rettete Köpke bravourös und entschärfte zahlreiche Schüsse. Durch seine überragende Torhüterleistung sicherte er der DFB-Elf nicht nur das Unentschieden, sondern auch das Weiterkommen.

Die K.o.-Spiele

Im Viertelfinale traf Deutschland auf Kroatien, dass sich aufgrund einer 0:3-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Portugal als Zweiter qualifiziert hatte. Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche und vor allem hart geführte Partie, in der beide Mannschaften mit vollem Körpereinsatz zu Werke gingen und öfter die Grenze des erlaubten überschritten. Die erste Großchance hatte Kroatien, doch Aljosa Asanovic verzog freistehend vor Köpke. In der 21. Minute bekam dann Deutschland nach einem klaren Handspiel im Strafraum die Chance in Führung zu gehen und Jürgen Klinsmann verwandelte den Elfmeter sicher zur 1:0-Führung. Kurz vor der Pause musste mit Klinsmann bereits der zweite Kapitän verletzt vom Feld. Sechs Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, als Davor Suker nach einem Schnitzer in der deutschen Abwehr der Ausgleich gelang. Kurz darauf erhielt Igor Stimac nach einem Foul an der Mittellinie die gelb-rote Karte und nur weitere drei Minuten später setzte der am Ausgleichstreffer der Kroaten nicht unbeteiligte Sammer nach einem geblocktem Kopfball nach und erzielte aus Nahdistanz das 2:1. Zwar kämpften die Kroaten in Unterzahl aufopferungsvoll, doch eine echte Torchance erspielten sie sich nicht mehr. So zog Deutschland keineswegs unverdient ins Halbfinale ein.

Dort wartete wie im Finale 1966 Gastgeber England auf Deutschland. Und auch diese Partie sollte in die Geschichte eingehen. Nach drei Minuten musste der deutsche Keeper Köpke hinter sich greifen, nachdem Alan Shearer einen verlängerten Ball von Tony Adams zum 1:0 für England über die Linie drückte. Der Gastgeber stürmte weiter, doch mitten in der englischen Drangphase gelang Stefan Kuntz der Ausgleich. Danach entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, in der beide Teams Chancen zum Siegtreffer hatten. Reuter rettete einmal knapp vor der Linie und Shearer verpasste nur knapp seinen zweiten Treffer. In Durchgang zwei stand die DFB-Mannschaft defensiv kompakter und erreichte so die Verlängerung. Erstmals wurde bei einer EM mit der Golden Goal-Regel gespielt, nachdem der nächste Treffer in der Verlängerung das Spiel sofort beenden würde. Beide Teams suchten die sofortige Entscheidung. Darren Anderton scheiterte in der 93. Minute am deutschen Pfosten und als drei Minuten später Kuntz den Ball über die Torlinie drückte, rechneten viele mit dem Sieg der Deutschen. Doch Schiedsrichter Sandor Puhl verweigerte wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls den Treffer. Beide Teams hatten noch einmal die Chance zum Sieg, doch sowohl Paul Gascoigne (99.) als auch Ziege (107.) gelang nicht der ersehnte Treffer. So kam es wie schon 1990 im WM-Halbfinale zum Elfmeterschießen zwischen beiden Teams. Bis zum 5:5 konnten alle Schützen ihre Elfmeter verwandeln, doch dann scheiterte Gareth Southgate mit seinem Strafstoß an Köpke und Andreas Möller ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und schoss Deutschland mit seinem verwandelten Elfmeter ins Endspiel.

Das Finale

Im Endspiel kam es zur Neuauflage der Vorrundenpartie zwischen Deutschland und Tschechien und nicht nur aufgrund des Vorrundensieges, sondern auch wegen der immer stärker werdenden Leistung ging Deutschland als Favorit ins Endspiel. Deutschland war in Halbzeit eins bemüht und Tschechien verlegte sich wie schon zuvor in den K..o.-Spielen nur aufs Kontern. In der zweiten Hälfte wurde es dann lebendiger und Tschechien bekam einen Elfmeter zugesprochen (59.), den Patrik Berger sicher verwandelte. Deutschland erhöhte den Druck und erzielte durch den kurz zuvor eingewechselten Oliver Bierhoff den verdienten Ausgleich (73.). Es ging in die Verlängerung, die aber schon in der 95. Minute durch das Golden Goal von Bierhoff beendet wurde und Deutschland den dritten EM-Titel der Geschichte bescherte.

Die deutschen EM 1996 Ergebnisse und Tabellen

Tabelle EM 1996 Gruppe C

Nr.Mannschaft SpGUVPunkteTore
1Deutschland321075
2Tschechien31114-1
3Italien311140
4Russland30121-4

Spielplan EM 1996 Gruppe C

Datum Mannschaft1- Mannschaft2Ergebnis
09. Jun 96DeutschlandTschechien2:0 (2:0)
11. Jun 96ItalienRussland2:1 (1:1)
14. Jun 96TschechienItalien2:1 (2:1)
16. Jun 96DeutschlandRussland3:0 (0:0)
19. Jun 96ItalienDeutschland0:0
19. Jun 96TschechienRussland3:3 (2:0)

Alle EM 1996 Ergebnisse und Tabellen.

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